RINTELN (ste). In ihrer Auffassung, dass die aktuelle Rechtslage die Genehmigung weiterer Gesamtschulen für Rinteln und Lindhorst ausschließt, sieht sich die Rintelner WGS durch die ablehnende Entscheidung der Landesschulbehörde bestätigt. "Dieses Ergebnis war bei einem schlichten Blick ins Gesetzbuch nicht anders zu erwarten; auch die vom Landkreis künstlich aufgeblähten Schülerprognosen vermochten dies nicht zu ändern", so WGS-Fraktionsvorsitzender Gert Armin Neuhäuser, der auch eine vom Landkreis angedachte Klage gegen die Entscheidung für aussichtslos hält. "Die WGS bedauert, dass durch dieses unglückliche Taktieren des Landkreises und insbesondere der heimischer Kommunalpolitiker, die wie Klaus Wißmann (SPD) durch ihre Einbindung in die Kreis-SPD das Rintelner Interesse an einer IGS nicht vordringlich verfolgen können oder wollen, wieder ein Jahr für eine Rintelner IGS verloren geht", so Neuhäuser. "Jetzt muss die von der WGS wiederholt schon im Stadtrat geforderte Beschränkung auf einen weiteren, nach der Rechtslage noch möglichen IGS-Standort erfolgen, damit es wenigstens zum übernächsten Schuljahr mit einer weiteren IGS klappt!" Und Neuhäuser weiß auch, wo dieser Standort sein soll und muss: "Rinteln!"
Wichtig ist nach Ansicht der WGS jetzt, dass die Rintelner Kreistagsabgeordneten einheitlich für eine IGS in Rinteln agieren und sich nicht kampflos den Zwängen ihrer jeweiligen Fraktionen ergeben, von denen jedenfalls SPD und CDU sicherlich eine konkrete Entscheidung zwischen Rinteln und Lindhorst bis nach der Kommunalwahl im September verschieben wollen: "Wenn alle Kreistagsabgeordneten gemeinsam Überzeugungsarbeit in ihren Fraktionen leisten, geschlossen auftreten und die für Rinteln sprechenden Sachargumente - wie Schulstruktur, Topographie, Schülerzahlen, Einzugsbereich und Schülerbeförderungskosten - kommunizieren, kann sogar eine einmütige Kreistagsentscheidung für Rinteln denkbar sein", mutmaßt Neuhäuser, der seinen Kollegen schon in der letzten Ratssitzung ein Votum für eine Rintelner IGS, und somit ein Nein für Lindhorst, abringen wollte.
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