RINTELN (km). Die Schaumburger Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold bezeichnet die Ablehnung der beantragten Integrierten Gesamtschulen in Lindhorst und Rinteln als "Kampfansage" an die Eltern, die ein integratives Schulkonzept für ihre Kinder wünschen. "Eine beeindruckende Zahl von Eltern ist von der guten Arbeit der Gesamtschulen überzeugt, und der Bedarf kann im Landkreis nicht gedeckt werden - noch immer werden Schülerinnen und Schüler abgewiesen," kritisierte die Grünen-Politikerin. Nach einer Bearbeitungsdauer von 14 Monaten habe das Ministerium jetzt die Katze aus dem Sack gelassen und damit bewiesen, dass alle vorher erfolgten Andeutungen wohl doch nur taktisch motiviert gewesen seien, "um den CDU-Landratskandidaten über die Zeit zu retten". "Die Ideologie hat sich durchgesetzt," so Ursula Helmhold. Jetzt müsse sorgfältig geprüft werden, ob Rechtsmittel gegen die Ablehnung eingelegt werden könnten. So gebe es zur Zeit keine gültige Verordnung zur Schulentwicklungsplanung, auf die sich das Kultusministerium bei der Ablehnung des Antrages auf Errichtung der beiden zusätzlichen Gesamtschulen hätte stützen können. "Der Kultusminister handelt im rechtsfreien Raum," befand die Abgeordnete. Keinesfalls dürfe man sich auf die von CDU und FDP erfundene "Oberschule" einlassen. Das, so Helmhold sei "eine Mogelpackung", bei der das pädagogische Prinzip des gemeinsamen Lernens und des Offenhaltens der Bildungswege nicht gegeben sei. Die Abgeordnete setzt sich dafür ein, endlich auch Gesamtschulen mit vier und weniger Zügen zuzulassen: Es gebe keine nachvollziehbare Begründung, warum bei Gesamtschulen unzulässig sein soll, was bei den Oberschulen möglich sei. Foto: km
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"Kampfansage an die Eltern"
Ursula Helmhold erwägt Rechtsmittel gegen IGS-Ablehnung
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