RODENBERG (pd). Einen Teil seines Rechenschaftsberichtes im Verlauf der Jahresversammlung des CDU-Ortsverbandes Rodenberg widmete Carsten Schulz dem Thema "Ärztehaus". Der Fraktionssprecher im Stadtrat nutzte die Gelegenheit, in der Vergangenheit gemachte Äußerungen zu relativieren. Er stellte bei der Zusammenkunft im Rodenberger Sportheim grundsätzlich fest, dass das Projekt in der Innenstadt finanziell verantwortlich geplant werden müsse. "Das Ding muss sich auch rechnen", so die klare Aussage von Schulz.
Und er machte auch deutlich, dass "die Stadt keinen Keil zwischen die Ärzteschaft treiben wolle" und ging damit auf die von nicht am Projekt beteiligten niedergelassenen Ärzten in Rodenberg ein (wir berichteten darüber). Im Gegenteil, alle Verantwortlichen in Rat und Verwaltung seien bemüht, die Vielfalt des Angebotes an Ärzten in der Stadt zu halten. In Bezug auf seine in der letzten Ratssitzung bemachte Äußerung "in zehn Jahren sind alle Ärzte weg" stellte Schulz ausdrücklich klar: "Ich würde mich doch freuen, wenn ich mich in dieser Prognose irren würde". Alle Ärzte in Rodenberg seien ihm "lieb und teuer", formulierte es der CDU-Politiker abschließend zu diesem Thema.
Er erinnerte in seinem Rechenschaftsbericht als Vorsitzender des Ortsverbandes an den Kauf des Gebäudekomplexes "Lange Straße 2". Die Stadt sei hier eingetreten, um Leerstände im Innenstadtbereich zu verhindern. Wo es günstig sei, da müsse die Stadt zugreifen. Bei der Sanierung des Gebäudes könne die Stadt mit Fördergeldern für notwendige neue Fenster und Maßnahmen zur Außendämmung rechnen. Außerdem könne die Stadt ihre Ausgaben durch regelmäßige Mieteinnahmen ausgleichen. Ein Beispiel für diese Praxis sei für ihn das "Backhaus Aktiv" an der Deisterstraße, dass sich nicht als "Groschengrab" erwiesen habe, wie viele Kritiker befürchtet hätten. In einer nächsten Bauausschusssitzung werden sich die Ratsvertreter mit der Verwaltung das Gebäude genauer anschauen. Es gebe auch schon neue Mietinteressenten, ergänzte Schulz.
Der Kreisel in Höhe Abzweig nach Algesdorf soll nach seinen Angaben noch in diesem Jahr gebaut werden. Vor dem Hintergrund der Schließung des Rewe-Einkaufsmarktes unterstrich der CDU-Fraktionssprecher den Bedarf für einen zweiten Lebensmittler in der Stadt. "Wir brauchen dringend einen neuen Getränkemarkt", wurde Schulz konkreter.