1. Närrisches Dreigestirn lässt an der Weser den Fürst neu auferstehen

    Heiner, Karl und Kalle bilden fürstlichen Tross / Bei Stöckl wird es politisch

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    RINTELN (ste). Eben haben noch die Kerzen am Weihnachtsbaum gebrannt, die Silvesterraketen sind in den Himmel gestiegen und der Neujahrskater ist vertrieben; da sind die Narren aus der Weserstadt schon wieder aktiv und küren ihr Dreigestirn "Fürst, Kanzler und Till". Unter der Überschrift "Der Fürst kütt!" lüftete der RCV jetzt sein stark gehütetes Geheimnis der Personalien dieser drei Obernarren.

    Mitglieder des Vereins, Freunde und Gäste waren im Hotel Stadt Kassel dabei, als Hans-Hermann Stöckl seine Ansprache an die "Tollität" Fürst "Karl der Rote von Schaumburg Narrenhausen" (Karl Lange), seinen Kanzler "Heiner von Engern" (Heiner Pape) und den Till "Kalle der Blaue" (Karl-Heinz Blaue) richtete.

    Stöckls närrische Ansprache hatte - natürlich - auch politische Brisanz. Von "stählernen Palisaden", die das Wesertal verunstalten (Windkraftanlagen), vom Gesteinsabbau am Messingberg, damit der eiskalte Sturm aus Stadthagen besser ins liebliche Wesertal pfeifen kann, von "Rasputin Schöttelndreier", von einem Kreisbeamtendiktorat mit willfährigen Erfüllungsgehilfen sprach Stöckl und er ließ auch kein gutes Haar an der Entscheidung, dass alle Ärzte, Pfleger und Krankenhausbetten aus den Kreislieblingsstädten Bückeburg und Rinteln abgezogen werden, um die "Seuche" im Nordkreis wenigstens etwas zu lindern.

    Karneval, so Stöckl, sei nicht nur Spaß und Klamauk, sondern immer auch ein Zeichen von Aufmüpfigkeit und Bewahrung von Ritualen und Traditionen. In Rinteln habe man kein Prinzenpaar, hier habe man sich auf das Dreigestirn mit "Fürst, Kanzler und Till" verständigt und dafür würdige Vertreter gefunden.

    Foto: ste

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