1. Die Feuerwehr Waltringhausen geht gut gerüstet in die Zukunft

    Konrad Riechers gratuliert seinem Nachfolger Kim Röhrbein

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    WALTRINGHAUSEN (Ka). Die demografische Entwicklung macht auch vor den Feuerwehren nicht halt. Die Bevölkerungszahlen gehen zurück und somit auch die Zahl der aktiven Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren. Eine gute Jugendarbeit soll dafür sorgen, dass der Brandschutz auch in der Zukunft gewährleistet werden kann. In Waltringhausen ist man auf einem guten Weg. 14 Jungen und Mädchen in der Kinderfeuerwehr und zwölf Heranwachsende in der Jugendfeuerwehr lassen die Verantwortlichen in Politik und Feuerwehr nicht bange werden, wie im Verlauf der Feuerwehr-Jahreshauptversammlung Waltringhausen aus den Berichten der Funktionsträger hervorging. Es liegt ein bewegtes Jahr hinter allen Mitgliedern. Nachdem in 2009 das neue Fahrzeug zum Einsatz kam, trainierten die Aktiven nun intensiv den Umgang mit der neuen Technik. Auch andere Themen wie Atemschutz und Menschenrettung wurden im Verlauf des Jahres behandelt. Dank der guten Ausbildung war man für die Einsätze gut gerüstet. Insgesamt zehn Mal rückten die freiwilligen Helfer aus. Der kurioseste Alarm führte zu einem Supermarkt. Hier sollte sich ein Vogel im Markt befinden. Trotz gründlicher Suche konnte jedoch kein "Piepmatz auf der Piepmühle", wie Gemeindebrandmeister Friedhelm Möller informierte, gefunden werden. Vermutlich hatte er schon längst das Weite gesucht. Ein weiterer Schwerpunkt war der Umbau des Feuerwehrhauses. Nach Fertigstellung des Fahrzeug-Anbaus, wird zur Zeit der alte Teil zum Unterrichtsraum, zur Umkleidezone und zu Duschen gestaltet. Zusätzlich zu den bereits 1.127 geleisteten Stunden kamen somit noch einmal 914 Stunden des Engagements hinzu. Die Umbauarbeiten werden 2011 fortgesetzt. Die Jugendabteilungen zeigten sich von ihrer besten Seite. Die Kinderfeuerwehr "Feuerkobolde" mit Betreuer Marco Tannigel trafen sich 23 Mal zu verschiedensten Aktivitäten. Spiel und Spaß standen im Vordergrund, aber natürlich lernten die Kinder zwischen sechs und elf Jahren viel über die Feuerwehr. Jugendfeuerwehrwart Steffen Preußing berichtete von 55 Treffen. Besonders erfolgreich zeigte sich eine Werbeaktion. Die Jugendlichen verteilten Infozettel und gewannen Interessenten. Mit einem kleinen Hauch "Hollywood" brillierte der Jugendfeuerwehrfilm "Heroes On Fire", der eine Actionszene bereithielt und die Gefahren des Feuers verdeutliche. Das Durchschnittsalter der 24 aktiven Mitglieder liegt bei 28 Jahren. Dem entsprechend brachten die Wahlen des Kommandos auch eine Verjüngung. Nach 22 Jahren im Amt stand Ortsbrandmeister Konrad Riechers einer Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Die Aktiven wählten den Stellvertreter Kim Röhrbein einstimmig zum Nachfolger. Zum neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister wurde Lars Hecht und zum Gruppenführer Stephan Gerland gewählt. Um den Atemschutz kümmert sich künftig Martin Roddeck, um den Schriftverkehr Roland Britz und um die Finanzen Michael Thiele. Vier Kameraden freuten sich über neue Dienstgrade. Kevin Müller und Pascal Müller sind Feuerwehrmänner, Michael Thiele erster Hauptfeuerwehrmann und Steffen Preußing Oberlöschmeister. Für 40-jährige fördernde Mitgliedschaft wurden Helmut Dohmen, Ernst Husmann und Bruno Jubin mit einer Urkunde geehrt. Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese zeigte sich erfreut über die Aktivitäten und das Engagement in der Feuerwehr. Die positive Entwicklung zeige, dass die Feuerwehr geschätzt und von der Gemeinschaft getragen werde. Das sei auch wichtig, denn die demografische Entwicklung für die Samtgemeinde Nenndorf sage eine konstante Einwohnerzahl von 17.000 vorher. Zukünftig seien weiterhin alle zehn Ortsfeuerwehren erforderlich, um alle Einsätze zu bewältigen. In 2010 rückten die Feuerwehren der Samtgemeinde zu 162 Einsätzen aus. Das Spektrum reichte von Hochwasser über ausgetretenes Öl und Benzin bis hin zu böswilligen Alarmen. Das Fundament für die Zukunftsfähigkeit der freiwilligen Wehren sei die Jugendarbeit, so Reese. Dieses bestätigte auch der Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. Die 110 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Schaumburg unterhalten 92 Jugendfeuerwehren. In den letzten Jahren kamen 53 Kinderfeuerwehren hinzu. Tendenz steigend. Wirft man einen Blick in die Zukunft, so sinkt die Zahl der Einsatzkräfte von 127.000 in 2010 auf nur noch 107.000 in 2050. Mit einer effektiven Jugendarbeit hofft man, diesem Trend entgegenzuwirken, um auch zukünftig effektiv den Brandschutz sicherzustellen. Foto: Ka

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