BAD NENNDORF (pd). Die erste Pfarrstelle der Godehardi-Gemeinde Bad Nenndorf ist wieder besetzt. Mit einem Festgottesdienst unter der Leitung von Superintendent Andreas Kühne-Glaser ist der neue Pastor Achim Schultz-Waßmuth offiziell in sein Amt eingeführt worden. Der 55jährige Geistliche besetzt nach drei Monaten Vakanz die Stelle, die Pastorin Elke Pankratz-Lehnhoff im Herbst 2010 aus familiären Gründen freigemacht hatte. Nach dem Gottesdienst in der gut besuchten Kirche nutzten viele Gemeindemitglieder die Möglichkeit, bei einem Empfang im "Haus der Begegnung" erstmals mit dem neuen Pastor ins Gespräch zu kommen. Dabei wie auch zuvor im Gottesdienst bat Schultz-Waßmuth um Geduld. Er wolle zunächst erst einmal "wahrnehmen und schauen, wie die Lage ist".
Die Stimmung beim Einführungsgottesdienst war geprägt von dem besonderen Ereignis. Viel Gesang, Orgelklänge, Posaunenchor und Kantorei umrahmten den Gottesdienst. Besonders beeindruckend das Stück mit dem Titel "Wiegenlied", dargeboten von der Gruppe "Chains" unter der Leitung von Organistin Regina Heymann. Die besonderen Glockeninstrumente zauberten eine ganz besondere Stimmung in die Kirche.
Die feierliche Einführung nahmen dann der Superintendent, Pastor Traugott Wrede aus Loccum, die Pastoren im Ruhestand Friedrich Holze und Christoph Wege, die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Gudrun Göbel, und Pastorin Sabine Lambrecht gemeinsam vor. Sie alle hielten beim Segen ihre Hände über den Kopf des neuen Pastors in der Godehardi-Gemeinde.
Bevor ihn die Berufung nach Bad Nenndorf ereilt hat, war Schultz-Waßmuth fast 18 Jahre in Bad Münder als Geistlicher im Amt. Der Superintendent nutzte den Gottesdienst auch dazu, sich bei den Pastoren der Nord-Region zu bedanken, die für die Vakanzvertretung zuständig waren. Allen voran nannte er Pastorin Anette Sieling aus Apelern und Pastorin Sabine Lambrecht. Die Godehardi-Gemeinde hatte in den vergangenen Monaten gleich zwei Weggänge zu verkraften, denn neben Pankratz-Lehnhoff hatte auch Jürgen Schönwitz aus Wunstorf seine Teilstelle aufgegeben.
Vor diesem Hintergrund sei er froh, die erste Pastorenstelle nach nur drei Monaten besetzt zu sehen, so der Superintendent. "Sie bekommen einen gestandenen und berufserfahrenen Pastor", bestätigte Kühne-Glaser, der Schultz-Waßmuth schon länger kennt. Die Gemeinde werde seine "geistlichen und spirituellen Interessen" noch zu spüren bekommen. "Er passt gut in diese Gemeinde", zeigte sich der Superintendent überzeugt. Auch, weil dieser zuvor lange Zeit in einem Kurort gearbeitet habe. Erfreut sei er auch über das nun agierende "gemischt geschlechtliche Tandem", das die St. Godehardi-Gemeinde Bad Nenndorf führen werde.
Pastor Achim Schultz-Waßmuth bestätigte seinerseits ein "durchgängig gutes Gefühl" und die Erkenntnis "Ich passe hierher". Und er sprach die Hoffnung aus, dass auch die Gemeindemitglieder ihn für "passend" halten werden. Schon jetzt übe er regelmäßig vor dem Spiegel das "Wir" und er hoffe, auch die Gemeinde werde ihn fest in ihre Mitte nehmen. Bei der Frage, was bei einem solchen Neuanfang wichtig sei, stehe für ihn zunächst die Wahrnehmung oben an. Bevor man loslegt, solle man unbedingt spüren, wo die Bedürfnisse der Menschen sind. "Neues ist nicht automatisch besser als das Bewährte", gab er zu. In Gesprächen wolle er in den nächsten Wochen und Monaten herausfinden, wohin die nächsten Schritte führen sollten. Foto:pd