LAUENAU (em). Gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit hat ein unbekannter Täter die Tankstelle "KMS Autohof" in der Hanomagstraße in Lauenau überfallen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei beiden Überfällen um denselben Täter handelt.
Der erste Überfall ereignete sich am vergangenen Freitag, dem 31. Dezember, gegen 4.23 Uhr. Der Räuber bedrohte eine 53-jährige Auetaler Tankstellenmitarbeiterin mit einer Waffe und zwang sie mit den Worten "Alles Geld da rein, schnell, schnell!" Bargeld in einer schwarze Tasche zu verstauen. Ein Kunde, der sich ebenfalls im Kassenraum aufhielt wird Zeuge des Überfalls. Mit einem dreistelligen Bargeldbetrag flüchtet der Täter aus der Tankstelle in Richtung Bundesstraße 442.
Trotz sofort eingeleiteter polizeilicher Fahndung, an der Streifenwagen aus Bad Nenndorf, Stadthagen und Barsinghausen beteiligt waren, konnte der Täter entkommen.
In der Nacht zum Sonntag, dem 2. Januar, ist die Tankstelle in Lauenau erneut Ziel eines Raubüberfalls.
Der zweite Überfall gleicht in der Ausführung dem ersten Raubüberfall von Freitag. Diesmal betrat der maskierte Täter gut eine Stunde früher, gegen 3.15 Uhr, die Lauenauer Tankstelle durch den Haupteingang und begab sich zum Kassenbereich.
Wie bei der Tat in der Nacht zu Silvester drohte der unbekannte Täter mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe des Bargeldes.
Diesmal war das Opfer eine 49 Jahre alte Kassiererin, die einen dreistelligen Geldbetrag in die vom Täter mitgeführte schwarze Tasche steckte.
Auch bei dieser Tat war der Räuber ähnlich wie beim vorhergehenden Überfall nach weniger als zwei Sekunden wieder draußen. Der Maskierte Täter flüchtete zu Fuß über die Bundesstraße 442 in die Apelerner Straße. Hier stieg er vermutlich zu einem wartenden Komplizen in ein Auto und fuhr über das Gut Lübbersen und die Kreisstraße 58 in Richtung Lauenau davon.
Auch in dieser Nacht wurde eine Nahbereichtsfahndung mit neun Streifenwagen eingeleitet. Die Bad Nenndorfer Polizei erhielt hierbei Unterstützung durch Kollegen aus Garbsen, Barsinghausen, Bad Münder, Rinteln, Bückeburg und Stadthagen. Leider verlief die Fahndung ergebnislos.
Der männliche Räuber ist 20 bis 25 Jahre alt, 160 cm groß, schlank und spricht akzentfrei Deutsch. Er war komplett dunkel bekleidet und mit einem schwarzen Strickschal vermummt. Über den Kopf hatte er zudem eine karierte Kapuze gezogen.
Aufgrund der Täterbeschreibung und der Vorgehensweise gehen die Raubsachbearbeiter vom Polizeikommissariat Bad Nenndorf vom selben Täter aus.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und die Bad Nenndorfer Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Zeugen, denen in den Tatnächten Verdächtiges aufgefallen ist, können sich unter der Telefonnummer 05723/94610 mit der Polizei in Verbindung setzen.