1. Schulleiterin plant "Kooperationsklasse"

    Elke Bode: Förderschule und Grundschule enger verzahnen / Entwicklung der Schülerzahlen abwarten

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    RODENBERG (pd). Die Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Rodenberg hat die Rektorin der Julius-Rodenberg-Schule dafür genutzt, ihre Pläne für eine "Kooperationsklasse" zu erläutern. Dahinter verbirgt sich die Idee, Regelschüler und Förderschüler zumindest in den musischen Fächern zusammen zu unterrichten.

    Wie Elke Bode weiter erklärte, habe die Landesschulbehörde bereits Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes zugesagt. Nach Abwägung der Schulleitungen beider Schulen, die in Rodenberg quasi unter einem Dach arbeiten, würden dem Schulträger überhaupt keine Kosten entstehen. Die Förderschule Geistige Entwicklung und die Julius-Rodenberg-Grundschule wollen noch enger zusammenrücken. Beide Schulleitungen hätten sich schon in anderen Schulen, in denen diese Art der gemeinsamen Beschulung bereits mit Erfolg praktiziert wird, ausführlich informiert.

    Anders als bei einem integrativen Ansatz soll bei dem vorgestellten Modell eine Klasse gebildet werden, in der sowohl Schüler aus der Grundschule als auch aus der Förderschule gemeinsam unterrichtet werden. Das sei nicht in allen Fächern möglich, führte Bode weiter aus. Doch in den musischen Fächern kann sie sich durchaus ein gemeinsames Lernen vorstellen. Sinnvoll seien nach ihrer Einschätzung mindestens zehn gemeinsame Schulstunden pro Woche. An feste Regelungen sei man da aber nicht gebunden. Ihr schwebt vor, neben den drei Regelklassen so bald wie möglich eine Kooperationsklasse auf den Weg zu bringen. "Noch stehen Beschlüsse aus", wusste Bode zu berichten.

    Das Projekt sei eine besondere Herausforderung für die daran beteiligten Lehrkräfte. Diese hätten schon an der Förderschule hospitiert und eine Arbeitsgruppe soll demnächst eingesetzt werden, um das Konzept ein Einzelheiten zu erstellen. "Das Modell könnte die sinnvolle Fortführung der Arbeit im Integrationskindergarten Mozartweg werden", sagte die Schulleitung. Im Januar werden sich der Schulvorstand und die Gesamtkonferenz mit dem Thema auseinandersetzen. Auf die Frage aus dem Ausschuss, wie denn die Eltern der Grundschüler zu einem solchen Projekt stehen würde, konnte die Schulleiterin über die Erfahrungen aus den Schulen berichten, die sie besucht hätten. Dort habe man zum Teil per Los entscheiden müssen, welche Regel-Schulkinder die Kooperationsklassen besuchen dürften. "Da war das Interesse so groß". Schließlich würden alle Kinder davon profitieren.

    Für die Verwaltung schlug Jörg Döpke vor, zunächst das Raumkonzept und die Entwicklung der Schülerzahlen abzuwarten. Danach könne ein entsprechender Antrag bei der Schulbehörde gestellt werden.

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