BAD NENNDORF (bb). Begeisterten Applaus für eine schwungvolle Vorstellung hat das von "Aquesto Events" organisierte "Internationale Weihnachtsvarieté" in der Nenndorfer Wandelhalle geerntet. Das Künstlerensemble bot eine abwechslungsreiche Mischung verschiedener Nummern, die von eleganter Partnerakrobatik, über ein Autohupen-Konzert bis zu Kunstradeinlagen reichte und von Moderator Helge Thun mit humorvollem Wortwitz zu einem spritzigen Varieté-Abend verbunden wurde.
Eine Reifenpanne drohte Jens Schmitts Erfolg bei der Tour de France zu gefährden. Um keine Zeit zu verlieren, machte sich der Kunstradfahrer an den Wechsel des Vorderreifens während der Fahrt.
Er richtete seinen Drahtesel auf, setzte sich auf den Lenker, das Gefährt nur auf dem Hinterrad ausbalancierend. So ließ er sich vom "Rennteam" Schraubenschlüssel und Ersatzrad zuwerfen, löste die Achsmutter, um das neue Rad einzusetzen und seine Siegesfahrt fortzusetzen. Während des Reparaturvorgangs steckte er sich kurz den Schraubenschlüssel zwischen die Zähne, um die Hände freizuhaben. "Deshalb heißt das ja auch Maulschlüssel", hielt Helge Thun fest, der den Ausflug in den Radsport als "Radiomoderator" begleitete. So wie der Auftritt von Kunstradfahr-Weltmeister Jens Schmitt bot der gesamte Abend eine Mischung aus Akrobatik und Humor, animierte die Zuschauer zum Lachen ebenso wie zum Staunen.
Das Künstlerpaar Nik und Valentina etwa zeigte Partnerakrobatik, verband kraftvolle Eleganz und Leichtigkeit um eine Liebesgeschichte auf der Bühne lebendig werden zu lassen. Mit Körperbeherrschung und Anmut beeindruckte auch Josephine mit einer Hula-Hoop-Vorführung und Handstand-Artistik der Extraklasse. Virtuosität ganz anderer Art bewies Musiker Freddy Anthony. Auf 24 Autohupen präsentierte er ein humorvoll-abgedrehtes Konzert mit Stücken von "Scotland the Brave" bis zum "Türkischen Marsch" von Mozart. Schnellzeichner Stefan Wirkus lud das Publikum zu einer Rate-Runde zu seinen in Windeseile entstehenden Bilderrätseln ein.
Moderator Helge Thun verband die verschiedenen Nummern mit wortakrobatischen Einlagen.
Zahlreiche Gedichte und Wortspiele sorgten für Gelächter im Publikum, wenn er etwa "Die Glocke" und den "Taucher" kurzerhand zu einem einzigen achtzeiligen Gedicht zusammenfügte. Es folgen noch Vorstellungen am heutigen Sonnabend um 15.30 Uhr und 20 Uhr sowie am Sonntag um 14.30 Uhr und 19 Uhr.
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