1. "Messenkamp hat seine Chancen gut genutzt"

    Bürgermeister beantwortet Einwohnerfragen / Resonanz bleibt verhalten

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    MESSENKAMP (al). Die Gemeinde Messenkamp hat die Grenze ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit angekommen. Diese Auffassung vertrat Samtgemeindebürgermeister und Kämmerer Uwe Heilmann bei einer Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Messenkamp/Altenhagen II. Das Angebot an die Bevölkerung, Fragen an Rat und Verwaltung zu richten und sich aus erster Hand zu informieren, wurde jedoch kaum genutzt. Neben Bürgermeister Frank Witte und dem Ortsvereinsvorsitzenden Karl-Minne Braaksma waren nur vier Zuhörer anwesend.

    "Alle sind offenbar zufrieden über unsere Arbeit", bemerkte Braaksma und bat Heilmann um einen Überblick zu aktuellen Samtgemeindethemen. Dieser berichtete unter anderem über Hallenbauten, Kindergartenbelegung und die steuerliche Entwicklung. Samtgemeindeweit müsse mit einem Minus von 5,5 Prozent bei den Einkommensteueranteilen gerechnet werden. Dies gleiche sich jedoch durch höhere Gewerbesteuereinnahmen aus.

    Zur Finanzlage der Samtgemeinde betonte Helimann, größten Wert auf Liquidität zu legen. Angesichts der günstigen Zinslage seien Darlehen für Investitionen durchaus möglich. Es dürften jedoch keine teuren Kassenkredite entstehen: "Wir finanzieren immer sauber."

    Ausführlich erläuterte er eine von den SPD-Bürgermeistern betriebene Ausweitung des "Anruf-Taxi"-Systems, das künftig auch Fahrten zu Krankenhäusern und Arztpraxen außerhalb der Samtgemeinde ermögliche. Dies komme besonders Bewohnern der kleinen Ortschaften zugute.

    Für den Bereich der Gemeinde Messenkamp kündigte er den Bau neuer Wasserleitungen in Altenhagen und damit die dann mögliche Druckerhöhung für das Frühjahr 2011 an. "Wir sind als erste dran", hatte auch schon Witte von der Reihenfolge weiterer Maßnahmen erfahren. Er bat um Verständnis, dass nicht mehr im alten Jahr mit dem Leitungsbau begonnen würde: "Das ist im Winter für die Anwohner der Messenkämper Straße nicht zumutbar."

    Heilmann lobte die Gemeinde, alle sich bietenden Chancen des Dorferneuerungsprogramms genutzt zu haben. Allerdings sehe er noch "einen letzten kleinen Investitionsbedarf": Verschiedene Pflanzbeete und –rabatten müssten erneuert werden. In diesem Zusammenhang wünschte er sich mehr Bereitschaft von Anwohnern, für die Grünpflege zu sorgen.

    Aus dem Kreis der Anwesenden wurde unter anderem der Austausch maroder Bänke in der Feldmark angeregt sowie die Fortsetzung von Anpflanzungen. Nach dem Ausbringen zahlreicher Obstbäume müssten nun Hecken angelegt werden, die nicht zuletzt auch dem Niederwild dienen. Bürgermeister Witte nahm den Vorschlag auf: Die möglichen Standorte will er mit den Landwirten abstimmen.

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