RINTELN (km). Wegen der unverändert großen Nachfrage wird die Sonderausstellung "1945. Der Wesergebirgskessel und die letzten Kriegstage zwischen Minden, Hameln und dem Steinhuder Meer" noch bis zum zweiten Januar nächsten Jahres verlängert.
Mit der Verlängerung bis nach den Weihnachtsfeiertagen soll interessierten "Nachzüglern" noch eine Gelegenheit für einen Besuch gegeben werden. Am morgigen Sonntag gibt es im Museum Eulenburg noch einmal eine öffentliche Führung (17 Uhr). Die Ausstellung zeichnet mit einer Ereignis-Chronik, zahlreichen Exponaten sowie Karten-, Foto- und Filmmaterial die dramatischen Ereignisse in der Region nach. Vor 65 Jahren, im Frühjahr 1945, kehrte der Zweite Weltkrieg, der halb Europa verwüstet und Millionen von Menschen das Leben gekostet hatte, auf deutschen Boden zurück.
Auch das Land zwischen Weser und Deister wurde nun Frontgebiet, wo tausende deutsche Soldaten in einem Kessel am Wesergebirge tagelang einen aussichtslosen Kampf gegen die alliierten Truppen fochten.
Nicht nur die Gefechte, sondern auch die zahlreichen Flieger- und Artillerieangriffe, die Elendsmärsche der evakuierten Kriegsgefangenen, die Plünderungen der großen Verpflegungsdepots der Wehrmacht, Repressalien gegen sogenannte "Wehrkraftzersetzer" und Übergriffe durch befreite Gefangene haben in der Region die Erinnerung an das traumatischen Ende des Krieges geprägt. Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen: Dienstags bis sonntag jeweil in der Zeit von 14 bis 17 Uhr, für Gruppen nach Anmeldung auch vormittags oder abends. Foto: privat