1. Zähneklappern für die Forschung

    Die Fünftklässler vom Gymnasium führen ein originelles Experiment durch

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    HASTE (pd). Einen mehr als "coolen" Einsatz hatte Felix Müller am Mittellandkanal: Für "Jugend forscht" hatte er sich zusammen mit seinem Mitschüler Marc Heinz ein Experiment ausgedacht, bei dessen Durchführung er ganz schön ins Frösteln kam. "Wird man nasser, wenn man durch Regen läuft oder geht?" hieß die Fragestellung. Um an die Lösung heranzukommen, wurde sogar die Freiwillige Feuerwehr Haste mit eingespannt. Am Ende der praktischen Durchführung gab es einen ziemlich durchgefrorenen Schüler, neun nasse Bademäntel, und die schriftliche Dokumentation der Messergebnisse.

    Felix Müller (li.) beim Messen mit Lehrer Markus Hoffmann und den Assistenten.

    Der Parcours wurde von der Feuerwehr eingeregnet. In festem Rhythmus musste Felix ihn durchlaufen - mal schnell, mal langsam.

    "Das wird alles noch ordentlich aufgelistet und für die Präsentation Anfang nächsten Jahres anschaulich zusammengestellt", erklärte Lehrer Markus Hoffmann, der die Gymnasiasten aus Bad Nenndorf nach Kräften bei ihrer Teilnahme am Bezirkswettbewerb für "Jugend forscht" unterstützt. Bei der Bewertung kommt es auch darauf an, ob die Bewerbung für den Wettbewerb auf einer originellen Grundidee basiert.

    Die Durchführung der Messreihe am Mittellandkanal war tatsächlich ungewöhnlich. Felix wagte sich "mutig" auf den genau abgesteckten Lauf- oder Gehparcours. Bekleidet mit Badehose und Bademantel, auf dem Kopf eine viel zu große Damenbadekappe. Für die Wissenschaft war ihm eben kein "Opfer" zu groß. Sehr zur Belustigung der "Assistenten" Carina Fricke, Annika Prilloff und Tobias Jennerjahn und der Feuerwehrleute Carsten Norden und Klaus Wegener. Diese beiden hatten dafür zu sorgen, dass Felix beim Gehen oder Laufen tatsächlich nass wurde.

    Neunmal absolvierte der Fünftklässler die Strecke, nach genauer Taktung. Es ging langsam, mittelschnell und schnell durch den "Regen", den die Feuerwehrleute mittels Schlauchleitung aus dem Kanal simulierten. Mit einer ganz exakten Waage wurde nicht nur der junge Wissenschaftler gewogen, sondern auch der jeweilige Bademantel nach jedem Durchgang. "So wollen wir versuchen zu ermitteln, wie viel Regenwasser bei welcher Ganggeschwindigkeit tatsächlich am Körper geblieben ist", erläuterte Fachlehrer Hoffmann.

    Nach Ende des Experimentes gab es trockene Handtücher für Felix und heiße Getränke für alle, die an diesem ungemütlichen Nachmittag für die Wissenschaft tätig waren. Ob die Arbeit bei "Jugend forscht" eine Chance auf eine vordere Platzierung hat, wird man im Frühjahr erfahren. Ob Felix einen Schnupfen davongetragen hat, wird sich schon in den nächsten Tagen zeigen. Hoffentlich nicht! Foto:pd

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