BAD NENNDORF (pd). Ein bisschen Stolz war mit im Spiel, als Staatsbad-Geschäftsführer Heinz-Hermann Blome jetzt das ISO-Zertifikat offiziell verliehen bekommen hat. Ausgehändigt wurde ihm das wichtige Gütesiegel "EN ISO 9001:2008" von Joachim Brandt von "Dekra Certification" Hannover. Mit anwesend war bei der kleinen Feierstunde unter anderem Ralph Dörsch, der im Staatsbad für das Qualitätsmanagement zuständig ist. Seit zehn Jahren stellt sich das Staatsbad den Anforderungen, die für die Erlangung des Zertifikates notwenig sind. "Ein wichtiges Stück Zukunftssicherung" erklärte Blome.
Nach seinen Erfahrungen gebe es kaum noch eine Chance am Markt für Unternehmen, die sich nicht zertifizieren lassen. Mit dem Erlangen des Gütesiegels mache das Staatsbad Nenndorf deutlich, dass es zur Premiumklasse der deutschen Moor- und Heilbäder dazu gehöre. Das Qualitätsmanagement sei ein wichtiges Instrument, um Arbeitsabläufe zu strukturieren, Fehler abzustellen und Synergien zu nutzen. "Das gibt allen Mitarbeitern auch ein Stück Sicherheit an die Hand", so die Oberärztin der orthopädischen Abteilung, Dr. Claudia Schlawin-Stobbe. Das Qualitätsmanagement mit dem Ziel, die regelmäßig stattfindenden Besuche durch die Dekra-Vertreter zum einem Erfolg werden zu lassen, habe mittlerweile einen festen Platz im Bewusstsein der Mitarbeiter, die für ihre jeweiligen Abteilungen beim Qualitätszirkel des Staatsbades mitmachen.
"Die Dekra prüft nichts ab", machte Brandt klar. Bei dem mehrtägigen "Audits" gehe es vielmehr darum, zuzuhören. Die Besuche werden akribisch dokumentiert. Gibt es Verbesserungsvorschläge, schauen die Dekra- Experten bei ihrem nächsten Besuch, ob diese auch umgesetzt wurden. "Wir sind keine Prüfer, sondern eigentlich diejenigen, die gezielt Fragen zu Abläufen und Strukturen stellen", fuhr Brandt fort. Die Mitarbeiter seien gefordert, das Zertifikat immer wieder aufs Neue mit Leben zu erfüllen. Und er lobte ausdrücklich die Ergebnisse der letzten zehn Jahre, die eigentlich auch ein "Sternchen" auf der offiziellen Urkunde verdient hätten. Nach den Worten von Dörsch sei die Zertifizierung gerade in den "unruhigen Phasen der letzten Monate" ein wichtiges Instrument gewesen, "das Schiff auf Kurs zu halten". Das Erlangen der Gütesiegel und die Optimierung von Arbeitsabläufen hätten bei den Mitarbeitern unter anderem für einen Motivationsschub gesorgt. Foto: pd