1. Extertaler Wiederaufbauhilfe für Haiti

    Kinder sollen wieder zur Schule gehen können / Vor Ort hilft Volker Schnüll aus Lemgo beim Wiederaufbau

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    EXTERTAL (ste). Ein halbes Jahr nach dem schweren Erdbeben in Haiti hat sich die Versorgungslage für viele Betroffene zwar deutlich verbessert, die Lebensbedingungen hunderttausender Menschen sind aber noch immer sehr schwierig. Das liegt größtenteils an dem unvorstellbaren Ausmaß der Katastrophe. Viele einheimische Mitarbeiter und ausländische Hilfswerke arbeiten unter Hochdruck daran, den Menschen einen neuen Anfang zu ermöglichen. Haiti gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und kann ohne fremde Hilfe den Wiederaufbau nicht schaffen. Besonders tragisch: Kinder sind stark betroffen von der Katastrophe. Viele Kindergärten, Kinderheime und Schulen sind noch immer zerstört oder beschädigt.

    Volker Schnüll und seine Familie sind auf Haiti vor Ort und koordinieren die Hilfe für eine Schule, die von der Extertaler Initiative unterstützt werden soll.

    Die Idee, hier mitzuhelfen, kam aus dem Extertaler Rat: In Haiti soll ein Hilfsprojekt gestartet werden, um die schulischen Rahmenbedingungen für Kinder zu verbessern. Und wenn viele Einrichtungen, Schulen, Kirchengemeinden und Privatpersonen sich anschließen, könnte nachhaltig geholfen werden. Und dass die gespendeten Gelder auch wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden, dafür haben die Extertaler sogar einen kompetenten Mann vor Ort:

    Aus Lemgo stammend lebt Volker Schnüll (41) mit seiner Frau Anette (37) und ihren Kindern seit 2007 in dem geschundenen Land und leistet seit dem Erdbeben Wiederaufbauhilfe.

    Konkret geht es bei der Hilfsaktion um die Schule des 3000-Einwohner-Dorfes Jonc-Dodin bei Les Cayes, 120 km westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Jonc-Dodin ist nur über eine Schlamm- und Schotterpiste zu erreichen und die Schule wurde vom Erdbeben derart beschädigt, dass weiterer Unterricht darin nicht zu verantworten war. Für "nur" 3.000 Euro könnte sie repariert werden. Schulträger ist auch hier ein kirchlicher Gemeindeverband, die MEBSH (Mission Evangelique Baptiste Du Sud D‘Haiti).

    Kirchengemeinden, Vereine, Schulen und auch Privatpersonen aus dem Extertal gewinnen, mitzumachen. Etliche Ratsmitglieder haben bereits mit ihren Spenden einen Grundstock für das Projekt gelegt. Die Unterstützung soll bis zum 31. März nächsten Jahres befristet sein.

    Ein Konto ist bei der Gemeinde eingerichtet. Spendenquittungen und Zuwendungsbestätigungen für das Finanzamt können ausgestellt werden. Spenden bitte an die Sparkasse Lemgo, BLZ 48250110, Konto 2000180, oder die Volksbank Bad Salzuflen, BLZ 48291490, Konto 3510100401, oder Postbank Hannover, BLZ 25010030, Konto 258660308, mit dem Verwendungszweck "Spenden Haiti".Foto: privat

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an