1. Ein Paket voller Mängel muss abgearbeitet werden

    Bauausschuss-Vorsitzende legen Begehungsergebnisse vor

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    BAD NENNDORF (Ka). Eine fingerdicke Dokumentation in Schrift und Fotografie über das Samtgemeinde-Erscheinungsbild legten die Bauausschuss-Vorsitzenden Herbert Kruppa und Ralph Tegtmeier dem Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese vor. Unterstützung holte sich Reese in der Übergabestunde aus dem Bauamt mit Jürgen Bock, denn der Ergebnis-Katalog von den 8 Ortsbegehungen weist bei 130 besichtigten Straßen und Plätzen rund 3,5 Mängel pro Straße auf. Die Kommunalpolitiker Kruppa und Tegtmeier luden in den vergangenen Wochen alle interessierten Bürger zu den rund 3-stündigen Begehungen ein und nahmen Anlieger-Wünsche, Mängelmeldungen und Hinweise entgegen. Im Mittelpunkt der Besichtigungen standen die baulichen Zustände von Straßen, Wegen und Plätzen, von Kanälen und Gräben sowie von öffentlichen Einrichtungen. Gefahrenquellen sollten aufgedeckt, Sicherheitsaspekte berücksichtigt und eine Verbesserung der örtlichen Situation angestrebt werden. Rund 200 Bürger nahmen mit den Ausschuss-Vorsitzenden ihre Wohnbereiche ins Visier (wir berichteten). Die Mängelliste wurde länger und länger. Damit hatten Kruppa und Tegtmeier nicht gerechnet und sind dennoch über das Bürger-Engagement sehr erfreut. Zeigt es doch, dass die Bürger mit wachsamen Augen durch die Gegend gehen und mit dem Begehungsangebot die Gelegenheit nutzten, um auf verschiedene Situationen aufmerksam zu machen. Der Mängel-Katalog weist auf Verkehrssicherheits-Situationen ebenso hin, wie auf fehlende oder abgesackte Gullys, defekte Asphaltdecken und Bürgersteige, fehlende Fahrbahnmarkierungen, ungepflegte Pflanzinseln, Baumwurzelschäden auf Straßen und Gehwegen, Parksituationen und fehlende Verkehrsschilder, wünschenswerte Verkehrsberuhigungen, mangelnde Straßen-Ausleuchtungen und Kinderspielplatz-Mängel, das Zurückschneiden von Sträuchern, Bachlaufpflege und vieles mehr hin. Nun wird der Rat über die Vorgehensweise entscheiden. Angedacht ist eine relativ zügige Abarbeitung, wobei Prioritäten gesetzt werden müssen. Die Sicherheit und eventuelle Gefahrenquellen haben Vorrang. Bereits jetzt wurden erste Maßnahmen ergriffen, um das dicke Paket abzuarbeiten. In der Buchenallee wurde die Vorfahrtsreglung mit Fahrbahnmarkierungen in Szene gesetzt. Kruppa schlug vor, den Bauhof mit Personal aufzustocken, um die Anliegen anzugehen. Einige Umsetzungen kann das Bauamt forcieren und Mitarbeiter beauftragen, für andere Mängelbeseitigungen müssen Aufträge an Fachfirmen vergeben werden, so Bock. Nicht zu vergessen ist der finanzielle Aspekt und auch die Berücksichtigung von Zuschüssen. Die Bestandsaufnahme hat begonnen, mit Ergebnissen und einer ersten Bilanz ist im Mai 2011 zu rechnen. Foto: ka

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