RINTELN (km). Wegen der großen Nachfrage zum Ende der Sonderausstellung "1945. Der Wesergebirgskessel und die letzten Kriegstage zwischen Minden, Hameln und dem Steinhuder Meer" bietet Museumsleiter Dr. Stefan Meyer noch einmal drei öffentliche Führungen an.
Die erste Veranstaltung findet am kommenden Dienstag, dem neunten November (19 Uhr), statt. Zwei weitere Fühungen gibt es am Donnerstag, dem elften November (18 Uhr) und am Sonntag, dem 14. November um 17 Uhr. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. November täglich (außer montags) von 14 bis 17 Uhr zu sehen. -
Vor 65 Jahren, im Frühjahr 1945, kehrte der Zweite Weltkrieg, der halb Europa verwüstet und Millionen von Menschen das Leben gekostet hatte, auf deutschen Boden zurück. Auch das Land zwischen Weser und Deister wurde nun Frontgebiet, wo tausende deutsche Soldaten in einem Kessel am Wesergebirge tagelang einen aussichtslosen Kampf gegen die alliierten Truppen fochten.
Nicht nur die Gefechte, sondern auch die zahlreichen Flieger- und Artillerieangriffe, die Elendsmärsche der evakuierten Kriegsgefangenen, die Plünderungen der großen Verpflegungsdepots der Wehrmacht, Repressalien gegen sogenannte "Wehrkraftzersetzer" und Übergriffe durch befreite Gefangene haben in der Region die Erinnerung an das traumatischen Ende des Krieges geprägt.
Die Ausstellung zeichnet die Ereignisse zwischen dem ersten und 12. April 1945 Tag für Tag anhand zahlreicher Originalobjekte und neu verfasster Karten nach.