1. Diakonie-Stiftung will in den Fokus der Öffentlichkeit rücken

    "Tu‘ Gutes und sprich darüber!"/ Zweiter Reformationsempfang des Kirchenkreises wird von zahlreichen Gästen besucht / Konzept verstärkt präsentieren

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (km). Zum zweiten Reformationsempfang des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg konnte Superintendent Andreas Kühne-Glaser im Ratskellersaal zahlreiche Gäste begrüßen, auf die ein informatives und auch unterhaltsames Programm wartete. Nach der Begrüßung wurde zunächst die Arbeit des "Hauses der Diakonie im Kirchenkreis" vorgestellt, wobei mehrere Mitarbeiter aus ihrer Praxis berichteten. Die Diakonie stand auch im weiteren Verlauf des frühen Abends im Mittelpunkt des Interesses - vor allem die neu gegründete Stiftung. Nach einem musikalischen Intermezzo erfuhren die Gäste zunächst Einzelheiten über die drei Kirchenkreis-Projekte "Holy-Days", das "Gartenprojekt" und "Augen Auf", bevor Andreas Kühne-Glaser in Abwandlung einer vermeintlichen "Edle-Spender"-Attitüde eine eher entgegen gesetzten Parole ausgab: "Tu‘ Gutes und sprich darüber!" Und die Kirche, unterstrich der Superintendent sogleich heraus, "tut was und mischt sich ein".

    Die philosphische Basis für die Handlungsweise hatte Kühne-Glaser schon zu Beginn der Veranstaltung formuliert: "Wer an seinem Nächsten vorübergeht, der geht an Gott vorüber." Und gleichsam die "Exekutive" im System, das diesen "Irrweg" nicht begehen möchte, bildet eben die Diakonie, deren vielfältige Funktionen auch Thema im Vortrag von Gastredner Dr. Christoph Künkel, dem Direktor der Niedersächsichen Diakonie-Werkes aus Hannover, war. Als Mann an der sozialen Front unterstützte Künkel ausdrücklich die Einstellung "tu‘ Gutes und sprich darüber", weil es eben auch darum ginge, um "finanzielle Unterstützung von außen" zu werben. Für die neu gegründete Diakonie-Stiftung fiel beim Reformationsempfang gleichsam der Startschuss. Über Details informierte Dr. Michael Behrndt, der Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, die Gäste im Ratskellersaal. Den finanziellen "Grundstock", so hatte der Kirchenkreistag zusammen mit dem Diakonie-Ausschuss beschlossen, soll der Erlös aus dem Verkauf der Druckerei des alten Kirchenkreisamtes (rund 130.000 Euro) bilden, um einen Teil der Finanzierung auf ein "verlässliches Bein" zu stellen. Den Impuls für die Maßnahme hatte im vergangenen Jahr Sozialarbeiter Martin Barwich initiiert, der im Gespräch mit der Kirchenkreisleitung darauf hingewiesen hatte, dass der Anteil der Hartz-IV-Empfänger ständig anwachse und die Betroffenen (vor allem auch Kinder) auf Grund der kaum ausreichenden staatlichen Leistungen zunehmend auf weitere finanzielle Hilfen angewiesen seien. Der Sozialfonds des Kirchenkreises, zu dem auch viele Gemeinden regelmäßig etwas beitragen, reiche dafür allein nicht mehr aus. Nicht zuletzt deshalb wollen die Verantwortlichen ihr Konzept jetzt verstärkt in der Öffentlichkeit präsentieren. Foto: km

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an