RINTELN (ste). Die von den Ver.di Senioren durchgeführte Aktion Bodengrafik "Sütterlin" auf dem Marktplatz zog zahlreiche Passanten an, die diese Schreibweise entweder noch konnten, oder versuchten die Schriftzüge zu entziffern. Die Schreibschrift, die nach dem Berliner Grafiker Ludwig Sütterlin benannt wurde, wurde von 1915 bis 1940 sowie dann noch einmal von 1952 bis 1954 in den Schulen als "deutsche Schrift" unterrichtet. Übersetzt war dann für die Passanten zu lesen: Kann doch nicht wahr sein, dass sie in Berlin Gesundheit so nach und nach zum Luxus machen. Immer mehr Zuzahlungen, jetzt Zusatzbeiträge, die Reiche entlasten. Vorläufig werden nur kleine Schritte gemacht, die es aber in sich haben. Zukünftig bleibt nichts mehr angetastet. Alles läuft auf "privat" hinaus, selbst die Pflege lässt sich privatisieren. Wer davon wohl profitiert? "Keine andere Aktion aus der letzten Zeit
hat uns so viel Zuspruch gebracht, wie die Bodengrafik", so Hans Jürgen Niemeier von den Ver.di Senioren.Foto: ste