BAD NENNDORF (pd). Deutliche Worte fand der SPD-Landratskandidat Jörg Farr bei einem vom SPD-Samtgemeindeverband Nenndorf organisierten "Dämmerschoppen" im Schlösschen. Einer Kreis-Gebietsreform, die unter Umständen die Selbständigkeit des Landkreises Schaumburg zur Folge hätte, erteilte er eine klare Absage. Als Verwaltungsfachmann habe er in vielen Jahren wertvolle Erfahrungen in Bezug auf Personal- und Führungsaufgaben sammeln können. An einen "Kurswechsel", wie ihn der CDU-Gegenkandidat Drewes im Zuge des Wahlkampfes fordert, findet Farr keinen Gefallen.Udo Husmann, SPD-Samtgemeindeverbandesvorsitzender, konnte gut 50 Gäste im Schlösschen begrüßen. Husmann betonte, die Schaumburger Sozialdemokraten hätten bewusst den bestqualifizierten Kandidaten in das Rennen um die Nachfolge von Heinz-Gerhard Schöttelndreier geschickt. Es komme nicht auf die Parteimitgliedschaft, sondern auf die fachlichen Fähigkeiten an: "Fachwissen und Erfahrung sprechen eindeutig für den Verwaltungsfachmann ". Als "Chef der Finanzen" sei Farr bestens für das Amt geeignet, fügte Husmann noch an. Es bedürfe keines Kurwechsels, machte Farr deutlich. Kreisverwaltung und Kreispolitik würden gute Arbeit leisten. Die Kreishandwerkerschaft habe bestätigt, dass es richtig war, mit finanziellen Mitteln des Kreises die Wirkung von Konjunkturpaketen zu stärken um damit Arbeitsplätze zu sichern. Im Bereich von präventiven Maßnahmen zeige die Nachfrage Bedürftiger, wie richtig und wichtig die Zusammenarbeit mit Ämtern, der Arbeiterwohlfahrt oder dem Kinderschutzbund sei. Schüler, Lehrer und Eltern würden die Richtigkeit der Schulpolitik bestätigen. Die Einrichtung weiterer Gesamtschulen sei für ihn keine Frage der ideologischen Ausrichtung. Gute Bildung sei der beste Schutz vor Armut. Die im Publikum vertretenen Feuerwehrleute konnten vom SPD-Kandidaten hören, dass er im Falle einer Wahl die Rahmenbedingungen für den Brandschutz sichern werde. Wichtig seien für ihn auch die kleinen Wehren in den Dörfern. Auch der Kreissportbund könne mit einem Landrat Farr weiter mit finanzieller Unterstützung rechnen. Die Arbeit von Vereinen vor Ort sieht er als besten Schutz vor einem Abdriften junger Menschen - egal ob ins rechte oder linke Lager. Weiter betonte Farr, dass der Landkreis Schaumburg mit seinen 163 000 Einwohnern vergleichsweise groß und selbständig lebensfähig sei. Die Wirtschaftsförderung mache Schaumburg stark. Er wolle sich für jeden einzelnen Arbeitsplatz stark machen. Mit der Mehrheit der Schaumburger im Rücken und der Kreispolitik an seiner Seite wolle er für den Erhalt des Landkreises sorgen, versprach er den Zuhörern, denen er ausführlich Rede und Antwort stand. Foto: privat
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Deutliche Worte gegen die Kreis-Gebietsreform
SPD-Landratskandidat Jörg Farr stellt sich den vielen Fragen der Bürger
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