RODENBERG (pd). Im Falle einer Wahl will sich der CDU-Landratskandidat Klaus-Dieter Drewes verstärkt um die Konsolidierung des Haushaltes kümmern. Das hat er im Verlauf der Mitgliederversammlung des CDU- Amtsverbandes Rodenberg erklärt. Ein hoher Anteil des Schuldenberges in Höhe von über 100 Millionen Euro sei "hausgemacht", erklärte der Kandidat. Alle Sach- und Personalkosten, alle Dienstleistungen und Aufwendung werde er als Landrat auf den Prüfstand stellen, kündigte Drewes an. Ausdrücklich dankte er den Rodenberger Parteifreunden für die Unterstützung beim Wahlkampf. Richtig seien die Investitionen für Schulen, Straßenbau und Infrastrukturmaßnahmen gewesen, auch um die heimischen Firmen und Arbeitsplätze zu sichern. Doch vor dem Hintergrund des Schuldenberges brauche man "klare, nachvollziehbare Zahlen". "Ein weiter so darf es wirklich nicht geben, jedenfalls nicht mit mir" erklärte der CDU-Kandidat. Seit vielen Jahren würden die beiden Kliniken im Landkreis defizitär arbeiten. Allein 2010 würden rund sechs Millionen Euro an Zuschüssen notwendig. Drewes forderte betriebswirtschaftliches Denken und Handeln. Nach seiner Einschätzung sei die Schaffung des neuen Gesamtklinikums Schaumburger Land genau der richtige Weg, der allerdings in den nächsten Jahren auch noch einiges kosten werde. Drewes sprach als "dicke Brocken" für die Kreisverwaltung unter anderem die Transferleistungen und die Familienhilfe an. Aber auch die nach seiner Meinung "üppige Personaldecke" in der Kreisverwaltung sind Themen, die er auf den Prüfstand stellen möchte. Nicht vergessen dürfe man, das Schaumburg wirtschaftlich "zu den fünf schwächsten Kreisen in Norddeutschland" gehöre. Diese Tatsache sei Legitimation genug, Dinge kritisch zu beleuchten.
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Zum Schuldenabbau gemahnt Landratskandidat Drewes bei Mitgliederversammlung
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