1. Bauwünsche im "Hoppenfeld"

    SPD stimmt Antrag zu / CDU betont Landüberschuss in der Region

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    HÜLSEDE (al). Zwei Anlieger am südöstlichen Ortsausgang haben zumindest eine Mehrheit des Hülseder Gemeinderates von ihrem Anliegen überzeugt. Sie wollen im "Hoppenfeld" jeweils ein Einfamilienhaus errichten. Dafür müssen jedoch die Bebauungsgrenze und deshalb auch der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Rodenberg geändert werden. Die Verwaltung hatte in ihrer Stellungnahme den Antrag ablehen wollen.

    Die SPD-Fraktion im Rat äußerte indes keine Bedenken. Im Gegenteil: "Kanal und Wasser sind vorhanden und wohl auch Gas", vermutete Bürgermeister Herbert Weibels (SPD) für die kleine Straße, die nach den beiden Parzellen weiter hinaus in die Felder führt. "Das erleichtert uns die Zustimmung", ergänzte seine Stellvertreterin Marion Passuth und beantragte die Einleitung des fälligen Verfahrens.

    Doch damit waren die CDU-Vertreter nicht einverstanden: "Warum sollen wir denn Bestehends verändern", fragte Roland Kinscher (CDU), "wir haben doch Land genug". Und Friedrich Imhoff (CDU) glaubte zu wissen, dass das fragliche Grundstück erst vor wenigen Jahren vom heutigen Eigentümer erworben worden sei.

    "Wir können doch froh sein, über jeden der bei uns im Ort baut", erklärte Harald Schmidt (SPD) und stieß umgehend auf Widerspruch von Frederik Platte (CDU): "Dann wundert mich der Verwaltungsvorschlag." In dieser war auf das ausreichend vorhandene Bauland verwiesen worden.

    "Hinter dieser Meinung stehen wir noch immer", erwiderte Sachbearbeiter Jörg Döpke, der die Ratsdrucksache auch unterzeichnet hatte. Der Rat könne jedoch auch eine andere Meinung über die weitere dörfliche Entwicklung vertreten. Das tat das Gremium mit einem Beschluss, der die beiden Fraktionsstärken widerspiegelte: Mit 4:3-Stimmen soll die Samtgemeinde Rodenberg eine Änderung des Flächennutzungsplans betreiben. Entstehende Kosten dürften kein Thema sein: Die beiden künftigen Bauherren wollen sie begleichen.

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