BAD NENNDORF (em). Bereits zum vierten Mal konnten zehn Kameraden der Feuerwehr Bad Nenndorf in der gasbefeuerten Brandsimulationsanlage der Berufsfeuerwehr Essen unter realen Bedingungen trainieren. Die Kameraden waren Temperaturen von bis zu 250 Grad in Kopfhöhe und bis zu 650 Grad im Deckenbereich ausgesetzt. Dank der modernen Nomexschutzbekleidung haben alle Kameraden dieses Training bis auf leichte Hautrötungen unbeschadet überstanden.
Möglich gemacht hat den Besuch der Brandsimulationsanlage Jörg Wackerhahn. Der 42-jährige Branddirektor leitet dort die Abteilung "Vorbeugender Brandschutz" und hat seine Wurzeln in der Feuerwehr Bad Nenndorf. Ein Dank gilt auch Olaf Westberg, der die Kosten für die Unterkunft übernahm. Die Kameraden waren sich einig, das dieses Training wieder einmal wichtige Erfahrungen gebracht hat, auch für Kameraden, die bereits zum wiederholten Mal dabei waren.
Das Training begann mit einer 90-minütigen theoretische Einweisung, in der noch einmal das richtige Vorgehen unter Atemschutz im Innenangriff besprochen wurde. Anschließend wurde im praktischen Teil eine Hitzegewöhnungsübung durchgeführt, wobei die Raumtemperatur langsam bis auf 650 Grad im Deckenbereich gesteigert wurde. Danach folgten Einsatzübungen. In der ersten Übung musste ein Küchenbrand bekämpft werden. Dabei übten die Kameraden das Vorgehen im Innenangriff, das richtige Öffnen von Türen, hinter denen es brennt und die Kühlung von heißen Rauchgasen. In der zweiten Übung musste eine vermisste Person bei einem Zimmerbrand gesucht und gerettet werden. Bei der anschließenden Brandbekämpfung wurde ein Notfall eines Atemschutzgeräteträgers simuliert, der durch einen Sicherheitstrupp gerettet werden musste. Da der Vorrat an Atemluft begrenzt ist, musste der verunfallte Kamerad durch Luft aus einem anderen Gerät versorgt werden. Foto: privat