1. Mäßiges Interesse am "Schaumburger Städtebund"

    Pompöser Auftritt der Bürgermeister mit Kutsche und Gesandtem des Fürsten / Festkonzept ist zu nebulös und wenig greifbar für Besucher

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (ste). Ein Ökomarkt, eine Rintelner Messe, ein Weinfest oder ein Altstadtfest ist für die jeweiligen Besucher nachvollziehbar; man weiß, was einen erwartet und man freut sich drauf. Die Unterzeichnung des "Schaumburger Städtebundes" und die Feierlichkeiten zum "Schaumburger Friede" oder "Der Fürst kommt" im Rahmen von "Ab in die Mitte" waren offensichtlich zu nebulös für die Besucher und so blieben sie schlicht weg.

    Nur diejenigen, die sowieso die Annehmlichkeiten von Rintelns Marktplatz genießen wollte, waren da und sahen eine nette Inszenierung.

    Als die Bürgermeister Bernd Hellmann aus Stadthagen, Reiner Brombach aus Bückeburg und Oliver Schäfer aus Obernkirchen waren zusammen mit Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier in der Kutsche vorfuhren und von Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz in Empfang genommen wurden, war auch Anton von Gerkenbrock als Gesandter des Fürsten mit dabei; professionell gespielt vom Schauspieler Dirk Rademacher.

    Was sich dann abspielte, war allerdings nicht nur Schauspiel, sondern handfeste Realität mit zukunftsweisendem Gedankengut. Stadthagen, Bückeburg, Obernkirchen und Rinteln schlossen einen "echten" Städtebund als Teil der City-Offensive "Ab in die Mitte", besiegelt mit Dienststempel und dem neuen Rinteln-Obernkirchen-Bückeburg-Stadthagen-Cocktail "ROBS" von Arif Sanal aus der "Bodega". Damit wollen die Städte ihre Schaumburger Identität stärken und Impulse für ihre lebendigen Innenstädte setzen. Doch auch das blieb den Besuchern relativ unerschlossen, trotz breiter Ankündigung in den Zeitungen. Zu dicht nebeneinander lagen Fiktion und Realität.

    Was dort unterzeichnet wird ist keine schlichte Show, sondern soll als "Städtebund" die Identität der Schaumburger Städte stärken und Impulse für deren lebendigen Innenstädte geben.

    Auch die Einführung des "Schaumburg 5er", der sich anlehnt an den erfolgreichen "Rinteln 5er", fand nur mäßige Resonanz. Dabei gab es die Chance, vier "Schaumburg 5er" in ihrem Wert bei einem Preisausschreiben zu verdoppeln.

    Kurzerhand entschlossen sich die Organisatoren, alle an diesem Nachmittag ausgegebenen "Schaumburg 5er" zu verdoppeln.

    So schnell, wie der Spuk kam, war er auch wieder vorbei. So ein richtig bleibendes Erlebnis wird es nicht.Foto: ste

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an