RINTELN (ste). Seit 1995 war Harald Groß Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Rintelner Polizei und somit stellvertretender Dienststellenleiter.
Der aus Wegberg im Rheinland stammende Groß avancierte schnell als eine echte "Institution" und verschafften sich auf breiter Basis Gehör durch seine hohe soziale Kompetenz, sein umfangreiches Wissen und sein stetig offenes Ohr für die Belange anderer.
Mit Groß geht jetzt eine "rheinische Frohnatur" in Pension, die ihresgleichen sucht. Kommissariatsleiter Wilfried Korte blickte zurück auf ein bewegtes Berufsleben von Groß. Der hatte nämlich nicht nur seit 1976 eine blendende Karriere bei der Polizei hingelegt, sondern zuvor auch Erfahrungen bei der Bundeswehr als Horchfunker gesammelt, war im zivilen Leben unter anderem im Bereich Radio- und Fernsehtechnik unterwegs, studierte Elektrotechnik, arbeitete im Metallbau und erkannte dann, dass sein berufliches Leben am besten bei der Polizei angesiedelt ist. Dort erkannten die Vorgesetzten von Groß schnell, dass in ihm "jede Menge Potential" steckt und übertrugen ihm mit einem großen Vertrauensvorschuss verantwortungsvolle Posten. Sie bescheinigten ihm durchgängig eine "gewandte und treffende Ausdrucksweise" und das attestierten ihm auch seine Kollgen, die zahlreich zur Verabschiedung im Waldgasthaus Homberg erschienen waren.
Die Rintelner Polizei verliert mit Harald Groß einen väterlichen Freund und Ratgeber.
Dazu Wilfried Korte: "16 Monate durfte ich als Kommissariatsleiter auf die Unterstützung von einem stets loyalen Einsatzleiter Harald Groß zählen; ich werde auch nach seiner Pensionierung so manchen Rat bei ihm einholen!"
Zum Abschied gab es dann für den humorvollen Pensionär mit Sammelleidenschaft einige Erinnerungen an sein dienstliches Leben in Rinteln.
Unter anderem hatten die Kollegen eine Schrankrückwand seines Spindes ausgebaut, auf dem sich der Abdruck seines selten gebrauchten Regenmantels verewigt hatte und außerdem gab‘s ein Spaßfoto.
Dem Streifendienst, dem er als Leiter vorstand, wird vor allem der frühe Dienstbeginn Groß‘ fehlen. Regelmäßig klingelte Harald Groß um 5.30 Uhr als erster am Kommissariatstor und sein Nachfolger Steffen Arndt kündigte bereits erste "Reformen" hierbei an.
Foto: ste