RODENBERG (pd). Gar nicht böse war Heinrich Schaake - von Freunden liebevoll "Heini" genannt - wenn man ihm den Titel "Bürgermeister vom Bassenbrink" verpasste. Am 31. Juli ist der beliebte Rodenberger im Alter von 71 Jahren nach längerer schwerer Krankheit verstorben. Eng verbunden mit der Person Heinrich Schaake ist dessen Bestreben, den Heimatort Rodenberg, vor allem aber den Deister, in bestem Licht erscheinen zu lassen. Die Trauerfeier für den umtriebigen "Heini" findet am kommenden Freitag, 6. August, um 14 Uhr in der Rodenberger Friedhofskapelle statt.
Heinrich Schaake in seinem Element: Als sachkundiger Führer im Deister.
Die Erinnerung an die so oft beschworene gute alte Zeit, aber gleichzeitig auch immer der kritische Blick auf Missstände lagen Heinrich Schaake stets am Herzen. Bei zahlreichen Gelegenheiten zeigte der Bassenbrinker, wie in seiner Kindheit Ackerfrüchte geerntet wurden oder wie sich der Wald durch Umwelteinflüsse verändert hat. Als Anführer von Nachtwanderungen, Organisator von Wintervergnügen oder Chronist von wichtigen Ereignissen in der Stadt hat sich der Verstorbene in Rodenberg und in der Region einen guten Namen gemacht.
Während des Neujahrsempfanges 2009 ist Schaake für sein besonderes Engagement von der Stadt mit einem Präsentkorb bedacht worden. Die kleine Feierstunde nutzte der Geehrte, um ein Plädoyer für Rodenberg und den Deister zu halten. "Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens" - mit dieser Feststellung leitete Schaake damals über zu einer kleinen Rede, in der auch kritische Anmerkungen einen Platz fanden. So lobte er zum einen die gute Infrastruktur in der Stadt, konnte sich aber einen kleinen Seitenhieb auf den Zustand der Wanderwege im Deister nicht verkneifen. Das war typisch für Heinrich Schaake: Immer ein rechtes Wort zur rechten Zeit, in der Regel auch verbunden mit konstruktiven Vorschlägen und dem Angebot, selber mit anpacken zu wollen.
Ob es nun darum ging, für die Senioren im Bassenbrink einen gemütlichen Nachmittag in Heises Scheune zu organisieren oder darum, zum Sparkassenjubiläum mit Schulkindern eine Birke aufzustellen - immer war Heinrich Schaake zur Stelle. Mit Leidenschaft und Fachwissen machte er Werbung für Flora und Fauna im Deister. Seine Führungen waren sehr beliebt, nicht zuletzt wegen der gemütlichen Einkehr am Haltepunkt "Kriegers Rast".
Der Verstorbene hinterlässt seine Ehefrau Hannelore, Kinder, Schwiegerkinder und fünf Enkelkinder. Die Trauerfeier am Freitag wird sicher von vielen genutzt werden, um Heinrich Schaake die letzte ihm zustehende Ehre zu erweisen. Foto:pd