HOHNHORST (Ka). Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Helsinghausen/Kreuzriehe erreichte eine Einsatzmeldung zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Der örtliche Jugendfeuerwehrwart feierte im Kreise der Familie und Freunde seine Hochzeit, darunter auch seine Kameraden, die dann eiligst ihren festlichen Anzug gegen das rustikale Feuerwehr-Outfit tauschten. Mit wehenden Fahnen verließen sie die Feier, um ein Feuer in Hohnhorst zu löschen. Der Alarm über die Funkmelder hat den Einsatz mehrerer Feuerwehren ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Holzschuppen bereits lichterloh in Flammen. Der Eigentümer versuchte zuvor noch, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken. Beim Öffnen der Tür schlug ihm jedoch schon dichter Qualm entgegen, so dass die Löschversuche scheiterten. Die Feuerwehren aus Hohnhorst, Haste und Rehren begannen gleich nach ihrem Eintreffen mit dem Aufbau der Wasserversorgung und der Brandbekämpfung. Mit mehreren Rohren gingen sie gegen die Flammen vor. Auf Grund der starken Rauchentwicklung konnten die Arbeiten nur unter Atemschutz durchgeführt werden. Die Einsatzleitung entschloss sich kurzer Hand, noch die Wehren aus Helsinghausen/Kreuzriehe, Ohndorf und Bad Nenndorf zu alarmieren. Dadurch waren ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort. Sie begannen damit, das im Schuppen gelagerte Brennholz abzutragen und Stück für Stück abzulöschen. Nach rund 90 Minuten war das Feuer gelöscht. Im Einsatz waren sieben Trupps unter Atemschutz und insgesamt 60 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die Polizei ermittelt. Foto: ka
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Viele Gäste müssen spontan die Hochzeitsfeier verlassen
Helfer in der Not tauschen Anzug und Krawatte gegen Helm und Atemschutz und löschen ein Feuer
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