BAD NENNDORF (em). In der vergangenen Woche haben die Beamten des Polizeikommissariats Bad Nenndorf einen Schwerpunkt auf Verkehrssicherheitsarbeit gelegt. In der Verkehrssicherheitswoche wurden an sechs Tagen Verkehrsteilnehmer in den verschiedensten Bereichen wie Geschwindigkeitsüberwachung, Überwachung und Feststellungen von Fahrradfahrerfehlverhalten und die Überprüfung von Kleinkrafträdern mittels eines über die Polizeidirektion in Göttingen eigens dafür angeschafften Rollenprüfstandes, kontrolliert. Bis zu fünf Polizeibeamte führten stationäre und mobile Kontrollen jeglicher Art durch. Von insgesamt 117 kontrollierten Verkehrsteilnehmern erhoben sie zwei Strafanzeigen wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, sechs Bußgeldverfahren und 22 Verwarngelder. Darüber hinaus stellten sie teilweise erhebliche Mängel an der Beschaffenheit und Sicherheit der Fahrzeuge fest.
Die Schulkinder dürfen selbst mal blitzen: Im Auto der Polizei lernen die Kinder die Laserpistole kennen.
Warum so schnell? Die Kinder sprechen die erwischten Raser direkt nach der Messung an.
Im Großen und Ganzen verhielten sich die Verkehrsteilnehmer trotz der Hitze angepasst und konzentriert. Jedoch stellten die Beamten wie auch im Vorjahr währen der Großkontrolle vermehrt fest, dass die Fahrzeugführer auf Verlangen keine ausreichenden bis hin zu gar keinen Dokumenten aushändigen konnten. Eine Kontrolle der Fahrzeugführer ohne die erforderlichen Papiere gestaltet sich für die eingesetzten Polizeibeamten sowie auch für den Verkehrsteilnehmer recht zeitintensiv. Im Übrigen ist das nicht mit Mitführen der Zulassungsbescheinigung Teil II und des Führerscheines laut Bußgeldkatalog mit einem Verwarngeld von 10 Euro belegt.
Im Rahmen der Verkehrssicherheitswoche bekamen die Polizisten Verstärkung: Gemeinsam Schulkindern gestalteten sie eine Ferienaktion mit dem Schwerpunkt Sicherheit auf den Schulwegen. Geschwindigkeitsmessungen gezielt in der Nähe von Schulen und Kindergärten standen an. Nach erfolgter Messung sprachen die Kinder die Fahrzeugführer direkt auf die Gründe an, warum sie an diesen Stellen zu schnell fahren. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 23 km/h wurde übrigens durch einen anwohnenden Familienvater selbst begangen. Die Polizei verzichtete auf die Erhebung von Verwarngeldern, in der Hoffnung, dass die Einsicht der Verkehrsünder auf Grund der Eingebung der Schulkinder erzielt werden konnte. Trotz brütender Hitze hatten die Kinder Spaß an der gemeinsamen Zusammenarbeit und durften das eine oder andere Mal auch selbst die Laserpistole in die Hand nehmen.
Im Rahmen von Polizeifahrradstreifen konnte neben der Aufklärung über Fahrradfahrer Fehlverhalten auch das eine oder andere Bürgergespräch geführt werden. Im Brennpunkt stand hier auch der Bad Nenndorfer Kurpark. Gerade während der Wochenenden beschweren sich vermehrt Fußgänger über die teilweise sehr schnell fahrenden Fahrradfahrer, sodass ein gemütliches Flanieren gar nicht möglich ist. Die Bad Nenndorfer Radfahrer zeigten sich jedoch grundsätzlich sehr einsichtig. Foto:Polizei