SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Im Rahmen eines Pressegespräches hat der CDU Amtsverband Rodenberg die Ergebnisse der Bürgerbefragung präsentiert. Obwohl die 7500 verteilten Flyer in der Samtgemeinde Rodenberg lediglich 90 Rückläufer ergeben haben, wertet der CDU Amtsverbandschef Heinrich Schaper die Aktion als gelungen. Die Umfrageergebnisse würden Rückschlüsse auf Kritikpunkte und Wünsche der Bürger ermöglichen und dies wiederum ergebe eine solide Arbeitsgrundlage für den Amtsverband in der Zukunft. Die örtliche Politik sei jetzt gefordert, "Dinge zeitnah auf den Weg zu bringen".Mit der Umfrage wollte der Amtsverband herausbekommen, wo den Bürgern in der Samtgemeinde "der Schuh drückt". Die Themenvielfalt habe ihn überrascht, gab Schaper im Pressegespräch zu. Die Palette der angesprochenen Punkte reicht von Mängeln beim Winterdienst über fehlende DSL-Verbindungen bis hin zu Kritik an der Verkehrsregelung in verschiedenen Orten.
In Rodenberg haben sich die Bürger vor allem über fehlende Einkaufsmöglichkeiten beklagt. Auch Raser, vor allem zwischen Rodenberg und Algesdorf, wurden angesprochen. Ein Hotel würde fehlen, führte Erhard Steege für die CDU in Rodenberg aus. Weil die Ergebnisse aus Rodenberg eine detallierte Analyse notwendig mache, hält der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende eine professionelle Bedarfsermittlung für notwendig. Man müsse sich intensiver um Investoren bemühen. Auch Leerstände an der Langen Straße haben die Bürger angesprochen. Hier möchte Steege den Gewerbeverein stärker fordern. Für ihn sei noch nicht ganz klar, wer in der Verwaltung die Aufgabe des Wirtschaftsförderers erledigen würde. Um weitere Aufschlüsse über Zuständigkeiten zu bekommen, will Steege auf kurzem Wege den Dialog mit der Verwaltung und dem Gewerbeverein führen.
In Pohle interessieren sich die Bürger vor allem für das Bauvorhaben von Edeka. Sie kritisieren das Fehlen eines Sparkassenautomaten, so der stellvertretende Bürgermeister Jörg Hupe. Die Einwohner wünschen sich, dass gegen Raser auf der Apelerner Straße vorgegangen wird. Der Lauenauer Ortsverband hat aus den Ergebnissen der Umfrage feststellen können, dass auch dort vor allem Verkehrsprobleme angesprochen wurden. Als neuralgische Punkte wurden laut Burkhard Liewald die Karl-Sasse-Straße in Richtung Ortsmitte, die Gartenstraße und die Straße "Am Scheunenfeld" aufgelistet. Der Lauenauer Ortsverbandsvorsitzende nannte als Gründe für Kritik unter anderem Sichtbehinderungen, unzureichende Beschilderung oder fehlende Zebrastreifen. Sehr bitter aufstoßen würde den Bürgern in Apelern die fehlende DSL Verbindung, so Torsten Nowak von der CDU im Riesbachdorf. Als "grausig" würden die Menschen diesen Zustand beschreiben. Aber auch hier wurden darüber hinaus Verkehrsprobleme angeprangert. So wurde der Wunsch geäußert, das Ortsschild in Reinsdorf wieder an seinen früheren Standort zu setzen. Im Moment müssten Schulkinder 200 Meter außerhalb der geschlossenen Ortschaft gehen. "Eine gefährliche Situation" finden einige Apelerner. Neben den ortsspezifischen Themen sind bei der Umfrage auch Mängel angesprochen worden, die im Zuständigkeitsbereich der Samtgemeinde oder des Landkreises liegen. Eine kostenlose Sperrmüllabfuhr einmal im Jahr würden sich viele der Befragten wünschen. In der Kritik standen auch die Schülerbeförderung, Lärmbelästigungen durch größere Feste und Verschmutzungen durch Hundekot. "Die Bürger fühlen sich ernst genommen", zeigte sich Schaper überzeugt. Jetzt gehe es darum, die wichtigsten Anliegen aufzugreifen. "Nachfragen und Umsetzen" sei nun wichtig, so der Amtsverbandsvorsitzende. Beschwerden und Anliegen im direkten Zuständigkeitsbereich der Samtgemeinde sind bereits an die Verwaltung weitergeleitet worden. Alle anderen Themen sollen zeitnah in den politischen Gremien auf den Tisch kommen.