LANDKREIS SCHAUMBURG (Ka). Die Badesaison läuft auf vollen Touren und die ehrenamtlichen DLRG-Rettungsschwimmer haben alle Hände voll zu tun! Wenn sich alle Badegäste an die Regeln halten würden, wäre mancher Einsatz der DLRG-Kräfte nicht nötig oder eben wesentlich einfacher zu händeln.
Neben der Versorgung von Schnittverletzungen kommt es immer wieder vor, dass Kinder an den überfüllten Stränden verloren gehen. Zeitaufwendige Suchaktionen werden gestartet, die in vielen Fällen nur mit einem großen Schreck ihr Ende finden. Es ist die Pflicht der Eltern, Erziehungsberechtigten und / oder Aufsichtspersonen ihren Schutzbefohlenen besondere Aufmerksamkeiten angedeihen zu lassen und die Rettungsschwimmer diesbezüglich zu entlasten. Zudem sollten Badefelder und Badezeiten besser befolgt werden. Ältere Menschen und Kleinkinder sollten sich nicht der Hitze aussetzen. Kreislaufprobleme sind nur eine Folge starker Sonneneinwirkung. Leichtsinn und Risikobereitschaft sowie Alkoholkonsum können das Badevergnügen schnell trüben. Unrat, wie achtlos entsorgte Fahrräder oder auch Gartenstühle, kann einem Badegast, der kopfüber ins trübe Wasser springt, für immer die Freude am Leben nehmen. Kopfsprünge in unbekannte Gewässer sind lebensgefährlich. Die Rettungsschwimmer der DLRG in Niedersachsen haben es immer wieder mit Schnittverletzungen an den unteren Extremitäten zu tun. Achtlos weggeworfene Flaschen in Flüssen und Seen aber auch am Sandstrand sind Schuld an diesem Umstand. Auch Luftmatratzen und die beliebten aufblasbaren Badeboote oder Gummitiere sind nur Hilfsmittel und können für Nichtschwimmer oder Wagemutige zur tödlichen Falle werden. Die meisten Ertrinkungsfälle sind an unbewachten Badestellen zu verzeichnen. Nicht nur junge Menschen ertrinken, sondern zunehmend auch Ältere. Hier wäre ein Gesundheitscheck im Vorfeld eine gute präventive Maßnahme, denn Herz-Kreislaufprobleme im Wasser enden fast immer tödlich. Es gibt nur eine Ertrinkungsstatistik aber keine Statistik der Menschen, die nach einem Badeunfall an schwerwiegenden Dauerfolgen wie Hirnverletzungen oder Querschnittslähmungen leiden. Diese Statistik würde vermutlich sogar deutlich höher ausfallen, als die Ertrinkungsstatistik. Aus diesem Grund sollte den Anweisungen der Rettungsschwimmer bzw. der Flaggensignale an den Rettungstürmen und -stationen im eigenen Interesse immer Folge geleistet werden.