HOHNHORST (bb). Rund eineinhalb Stunden lang konnten Züge einen Bahnübergang in Hohnhorst nur im Schritt-Tempo passieren. Ein Lastwagen hatte eine der Schranken bei der Durchfahrt schwer beschädigt. Aus Sicherheitsgründen mussten die Züge an der Stelle kurz stoppen, um anschließend langsam den Übergang zu durchfahren.
Ein polnischer Fernfahrer steuerte seinen großen Autotransporter gegen zwölf Uhr am Montag durch Hohnhorst in Richtung Rehren. Am Bahnübergang am Ortsausgang brachten ihn die Abmessungen seines Gefährts in Schwierigkeiten. Die enge Kurve direkt nach dem Übergang zwangen den Fahrer nach Angaben der Polizei zu mehrmaligen Rangiermanövern. Zwar war er bei Grünlicht in den Übergang eingefahren, während des Vor- und Zurücksetzen begannen sich jedoch die Schranken zu senken. So beschädigte der Lastwagen beim Überqueren eine Schranke und eines der geladenen Autos erheblich.
Dies hatte Auswirkungen auf den Bahnverkehr. An der Seite des Bahnübergangs in Richtung Rehren war die Schranke praktisch total zerstört, der Übergang konnte hier nicht mehr geschlossen werden. Deshalb regelte die Polizei den Verkehr am Bahnübergang, um sicherzustellen, dass Autos und Radfahrer nicht etwa zum falschen Zeitpunkt in den Gleisbereich einfuhren. Außerdem mussten die passierenden Züge vor dem Übergang halten und sich vom Stellwerk in Haste das "Okay" für die Durchfahrt holen. Anschließend ging es im Schritt-Tempo über die Unfallstelle, an der Bahnmitarbeiter damit beschäftigt waren, den Schaden zu reparieren.
Diese Sicherheitsmaßnahmen dauerten rund eineinhalb Stunden an und führten zu Verzögerungen im Bahnverkehr. Es entstand ein Schaden von rund 20.000 Euro.Foto: bb