1. Feuerwehr und DRK im Übungseinsatz

    Explosion, Feuer und Menschenrettung sorgen in den Abendstunden für Aufsehen

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    BAD NENNDORF (Ka). In den Donnerstag-Abendstunden sorgte die Absperrung der Rodenberger Allee für Aufsehen. Vor Ort Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Nenndorf und des Deutschen Roten Kreuzes, die als erstes an der Einsatzstelle gegenüber des Rathauses waren. Weitere Martinshörner ertönten und näherten sich mit Blaulicht dem Geschehen. Die zusätzlich angeforderten Wehren aus Waltringhausen, Riehe, Helsinghause/Kreuzriehe, Ohndorf, Riepen und Horsten ließen Schlimmes erahnen, denn sie formierten sich zum Großeinsatz. Angenommen wurde ein Feuer, welches in einem alten abbruchreifen Mehrfamilienhaus ausgebrochen war und zu einer Verpuffung im Heizungskeller mit starker Rauchentwicklung führte. Im Ernstfall ein Szenario an der viel befahrenen und stark frequentierten Straße. So handelte es sich um einen Übungseinsatz unter realistischen Bedingungen. Die ahnungslosen Feuerwehrkräfte wurden um 17.45 Uhr über ihr elektronischen Funkmeldeempfänger alarmiert. Sie wurden nach ihrem Arbeitstag aus ihren Familien, ihrem Feierabend oder aus ihrem Job gerissen und wussten ebenso wenig, wie die Bewohner der Straße, was sich ihnen vor Ort für ein erschreckendes Bild offenbart. Nur die Feuerwehr-Führungsspitze war in den Sachverhalt involviert, den Zugführer Paul Dylla ausgearbeitet hatte und wusste, es wird für alle freiwilligen Helfer keine leichte Aufgabe die Herausforderung zu meistern. Aus einer Dachgeschosswohnung drang Qualm aus dem Fenster und eine Frau rief verzweifelt um Hilfe, während in der ersten Etage eine Gruppe Fußballfans die WM-Niederlage auch Stunden später noch mit Alkohol betäubte. 16 nüchterne wie auch betrunkene Menschen galt es zu retten und diese inszenierten eine reale Ausgangssituation und harrten zum Teil schwer verletzt, mit Verbrennungen und Knochenbrüchen aus, bis die Atemschutz-Geräteträger sie erreichten. Menschenrettung war erstes und oberstes Gebot für die Einsatzkräfte. Dafür schulterten die Atemschutzgeräteträger bei sengender Hitze von über 30 Grad ein Zusatzgewicht von mehreren Kilos an Equipment über ihrer Schutzkleidung. Ein schweißtreibendes Unterfangen, wo auch fingierter Weise ein Feuerwehr-Kollege in dem Gebäude für Ausfall sorgte und sich der medizinischen Versorgung unterziehen musste. Eine fachkundige Bewertungskommission beobachtete die Helfer in der Not, notierte das Zusammenspiel der örtlichen Einsatzkräfte, die Kommunikation untereinander, wie auch die Handlungs- und Zeitabläufe, um im Anschluss bei einer Manöverkritik auf eventuelle Fehler wie aber auch auf gute Leistungen hinzuweisen. Eine wichtige Station war auch das Deutsche Rote Kreuz. Die Übergabe der verletzten Personen von einem Feuerwehr-Hilfetrupp in die ärztliche Versorgung war ein unabdingbares Zusammenspiel. Hand in Hand arbeiteten die Kameraden vor dem Gebäude mit dem DRK-Einsatzzug, während weitere Trupps vom Garten aus den Hydranten in der Lehnhast anvisierten, die Wasserversorgung sicherten und eine erfolgreiche Brandbekämpfung vornahmen. Nach 3 Stunden höchsten Engagements und größtem Einsatz war die Übung abgeschlossen. Die Bürger der Samtgemeinde Nenndorf dürfen erneut mit Stolz auf ein starkes ehrenamtliches Helferteam blicken. Foto: ka

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