RINTELN (ste). Einmal in Jahr gehen die Sängerinnen und Sänger der Vereinigten Chöre Rinteln mit ihren Partnern gemeinsam auf Fahrt. Der Ausflug des Frauen- und Männerchores führte im Mai zur Marienburg und in die Domstadt Hildesheim. Der große Reisebus der Firma Auetal-Reisen war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Fahrer Frank Bühne zum ersten Zwischenstopp den Parkplatz am Freibad in Unsen ansteuerte, wo es zur Stärkung ein deftiges Frühstück gab und der Männerchor die ersten Lieder sang. Die Marienburg, hoch auf dem Marienberg bei Pattensen thronend, war als Sommersitz für die Hannoversche Königin erbaut worden. Die heutigen Besitzer, die Söhne des Prinzen Ernst August von Hannover, hatten die Burg restaurieren lassen, Gasträume umgestaltet und das prächtige Schloss zur Besichtigung freigegeben. Die Führung dauerte etwa eine Stunde und zeigte die Prunkräume des Schlosses. Weiter ging es in die alte Domstadt Hildesheim. Im schönsten Fachwerkhaus Deutschlands, dem Knochenhauer Amtshaus, war zum Mittagessen gedeckt und nach der Stärkung erwarteten zwei Stadtführerinnen die Sängerinnen und Sänger zu einer Führung durch die Innenstadt. "Es war erstaunlich zu erfahren, dass Hildesheim im März 1945 durch Luftangriffe zu 90 Prozent zerstört wurde; um so mehr ist der Wiederaufbau zu bewundern", berichtet Sänger Friedrich-Wilhelm Hoppe. Im Weltkulturerbe, der romanischen Michaeliskirche, fanden Chorproben statt, welche die Aufmerksamkeit der Rintelner erweckten. Den Abschluss machte die Gruppe in der Gaststätte "Holzmühle", wo bei Kaffee und Kuchen noch manch‘ fröhliches Lied geschmettert wurde. Gegen 19 Uhr war ein erlebnisreicher Tag beendet und die Sänger verabschiedeten sich mit dem Dank an die Organisatoren. Foto: privat
Zum Auftakt des Tagesaufluges gibt es neben Gesangeskunst auch ein deftiges Frühstück.