BAD NENNDORF (pd). Erlebnisreiche Tage haben 50 junge Mitglieder vom VfL Bad Nenndorf in der französischen Partnerstadt Doudeville verbracht. Sie waren auf Einladung des dortigen Handballclubs in die Normandie gereist. Der seit rund 40 Jahren bestehende Sportleraustausch erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit auf beiden Seiten.
Beeindruckt von einer der größten Kirchen Europas: Die VfL Sportler vor dem Portal der Kirche von Amiens.
Im nahezu vollbesetzten Bus waren die Nenndorfer Sportler nach Doudeville gereist, wo sie in Familien untergebracht wurden. Die nahe Atlantikküste war für die jungen Leute die Hauptattraktion. Ein Strandspaziergang am Fuße der mächtigen Kreidefelsen wurde zum Naturschauspiel.
Vom Meer her war dichter Nebel aufgezogen, der sowohl die Steilküste als auch die Brandung verdeckte. Der Blick ging nur auf den Sand, den das Wasser bei Ebbe freigegeben hatte, während Stimmen und Meeresrauschen von der Felswand widerhallten. Nach mehreren Kilometern Fußweg durch Watt, Steine und Felsen führte eine 230 Stufen hohe Treppe die Gruppe auf die über 70 Meter hohen Klippen. Der Nebel verzog sich und gab den Blick weit über das Meer frei. Das weckte Sehnsucht nach einem Bad in den kühlen Fluten des Atlantiks. Einige Mutige haben die Tour zum Strand des malerischen Badeortes Veules-les-Roses genutzt, um bei herrlichem Wetter tatsächlich die Abkühlung im Meer zu suchen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Tag in Amiens. In der Hauptstadt der Picardie stand zunächst ein Ausflug mit Booten durch die Jahrhunderte alten "Schwimmenden Gärten" der Stadt auf dem Programm. Mehr als 60 Kilometer sind die Wasserstraßen dort lang, die durch Blumen- und Gemüsebeete führen. Nach einem Picknick im Stadtpark besichtigten Deutsche und Franzosen gemeinsam die Kathedrale, die zu den größten Kirchen Europas zählt. Den Abschluss des Tages bildete eine Tour durch die schicken Einkaufsstraßen von Amiens. Hier hätte mancher gerne noch länger gebummelt.
Zum "Pflichtprogramm" zählten auch in diesem Jahr die Handballspiele zwischen den Partnern. Mit Mini-, Jugend-, Damen- und Herrenmannschaften wurden vier Spiele ausgetragen. Dabei hielten sich Siege und Niederlagen die Waage, war aber auch von untergeordneter Bedeutung für die meisten Beteiligten war. Der Spaß stand wie immer eindeutig im Vordergrund. Dies galt auch für die offiziellen Programmpunkte. Die VfLer wurden von Doudevilles Bürgermeister Durecu begrüßt, der betonte, dass ihm die große Zahl junger Teilnehmer hoffnungsfroh für die Zukunft des Austausches stimme. Auf beiden Seiten waren neben erfahrenen Austauschteilnehmern auch viele neue Gesichter zu sehen. Sie alle wollen die Freundschaften vertiefen, wenn die Franzosen der Einladung des VfL-Vorsitzenden Volker Thies zum Gegenbesuch in Bad Nenndorf im kommenden Jahr folgen. Foto:privat.