STADTHAGEN (jl). Löwen, die brüllen. Eine Artistin, die unter der Zeltkuppel schwebt. Ein Jongleur, der sieben Ringe fliegen lässt. Und Clown "Filu", der immer wieder im Programm auftaucht.
Insgesamt 600 Gäste in drei Vorstellungen haben sich am Donnerstag vom Auftakt zu einem besonderen Feriensenspaß mit dem "Classic Circus" verzaubern lassen. Die Zirkusdirektoren Karl und Anda Köllner sind bereits zum achten Mal der Einladung des Möbelhauses Heinrich gefolgt und gastieren noch bis zum 12. Juli auf dem Gelände.
Das Einrichtungshaus halte damit ein "Stück Kulturgut Zirkus am Leben", erzählte Karl Köllner - bevor er in sein Kostüm schlüpfte und in der Manege das Publikum begrüßte.
Drei brüllende Löwen und ihr Dompteur aus dem Moskauer Staatscircus eröffneten die Vorstellung.
Von den wilden Raubtieren ging es zu einer harmlosen "Schlange", die Clown "Filu" mit seinem Flötenspiel versuchte aus dem Korb zu locken - erst vergeblich, dann jedoch mit großem Erfolg.
Denn die "Schlange" entpuppte sich als Artistin Alice, die waghalsige Nummern am Seil und Trapez präsentierte. Erst ließ er als Tempo-Jongleur ganze sieben Ringe durch die Luft fliegen, dann verwandelte sich der Artist in einen Akrobaten, der mit eiserner Körperbeherrschung und unglaublichen Figuren das Publikum erstaunte.
Artistin Jasmin drehte unentwegt gleichzeitig mit Füßen und Händen Stoffscheiben, ohne dabei die Kontrolle über die "fliegenden Teppiche" zu verlieren.
Neben den sechs Ponys der "Rasselbande" machte noch eine ganz besondere "Herde" die Manege unsicher.
Ein halbes Dutzend Kamele und ein Pferd drehten Schulter an Schulter ihre Runden und gingen für den Dompteur sogar in die Knie. Die Feuershow heizte den Zuschauern im wahrsten Sinne des Wortes nochmal so richtig ein, bevor die Vorstellung endete.
Wirklich vorbei war der Spaß dann doch nicht, den draußen konnten sich die Kleinen noch beim Kinderschminken amüsieren. Etwas turbulenter wurde es für Tierliebhaber, die der Zirkusdirektor höchstpersönlich animierte: "Ab in den Streichelzoo und auf zur Raubtierfütterung." Wer dachte, dass in der 15-minütigen Pause kurz Ruhe einkehren würde, hatte sich getäuscht. Lange Warteschlangen, aufgeregte Kinder und mehrere "Hauptdarsteller" füllten die Manege: Kamel "Simba" und mehrere Ponys ließen abenteuerlustige Reiter auf ihrem Rücken Platz nehmen. Ein Highlight für die Kleinen, denn der Ritt auf einem echten Wüstenschiff ist nun wirklich nichts Alltägliches.
Noch bis zum 12. Juli präsentiert der Classic Circus von Montag bis Sonnabend täglich drei programmunterschiedliche Vorstellungen. Der Startschuss fällt jeweils um 11.00, 14.00 und 17.00 Uhr, sonnabends beginnt die dritte Show bereits um 16.30 Uhr. Für alle Kinder ist der Eintritt frei.
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