BAD NENNDORF (em). Der von der CDU Kreistagsfraktion initiierte Bürgerdialog in Bad Nenndorf, im Haus Kassel verlief schon angesichts der zu erwarteten aktuellen Themen sehr interessant. Zu den derzeit sehr schwierigen Krankenhaus-Diskussionen, wünschte sich Landratskandidat Klaus-Dieter Drewes eine baldige und von allen Seiten tragbare Lösung. Die nach außen dringende Information und Berichterstattung spiegele derzeit äußerst begrenzt das Gesamtausmaß für alle Seiten wider. Auch Gunter Feuerbach, CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender, setzt große Hoffnung auf die wieder aufgenommenen Verhandlungen. Das Projekt Klinikum Schaumburg und damit der Erhalt von mehr als 400 Arbeitsplätzen dürfe nicht gefährdet werden. Hierzu gehöre, waren sich die beiden Unionspolitiker einig, Offenheit aller Beteiligten und ein fester Einigungswille unter dem Aspekt des tatsächlich Machbaren. "Wichtig ist”, so Drewes weiter, "dass die Belegschaft 1:1 über alles informiert wird”.
Für den weiteren Verlauf dieses Abends konnte die Geschäftsführerin der Kur- und Tourismusgesellschaft, Silke Busche, den Anwesenden Einzelheiten der Planungen für die Kurparksanierung vorstellen. Die Priorität solle zukünftig bei den Fußgängern liegen, was möglichst autofrei bedeute. Wege und Asphaltflächen im Bereich Esplanade bis zum Schlösschen sollen erneuert und die Promenade umgestaltet werden, die Außenterrasse des Andria abgerissen und das Kurtheater sowie die Wandelhalle eine bessere optische Anbindung finden. Alter Baum- und Strauchbewuchs soll auf der freien Esplanade-Fläche entfernt, dafür mit jungen Linden bepflanzt wie auch teilweise mit wassergebundenen Decken versiegelt werden. Zudem sei ein Mauerabsatz zwischen oberer und unterer Esplanade geplant.
Von den etwa 650.000 Euro dieser Neugestaltung blieben der Stadt nach Inanspruchnahme von Fördermitteln etwa ein Drittel der Kosten. Der im Anschluss daran von den beiden Nenndorfer Kreistagsmitgliedern Cornelia Jäger und Otto Lattwesen vorgeschlagene kleine Spaziergang durch den Kurpark, gab Silke Busche die Gelegenheit, insbesondere den Planungsansatz vor Ort zu erklären und zu verdeutlichen. Im Fazit entwickelte sich daraus unter freiem Himmel eine sehr lebhafte Diskussion, die Aspekte für viele Veränderungen unterstrich, aber auch im Esplanade-Bereich Änderungen der Ausführungsplanung in Erwägung zog.