RINTELN (ste). Zwei Zeitungsartikel und eine Auslage im örtlichen Bäckerladen sorgen für Empörung unter den "friedliebenden Schwarzen", besser bekannt als die Eolendörper in Exten.
Napoleon, der König der Eolendörper, ist sauer: "Hier werden Unwahrheiten über die friedliebenden Schwarzen verbreitet und wenn König Klaus seine grünen Terrier nicht zurückpfeift, dann lassen wir am Schützenfestsonntag, 11. Juli, unsere Kampfbiber auf sie los."
"Napoleon" Reinhold Bösing stellt in diesem Zusammenhang klar heraus, dass "...nicht der Grüne König Napoleon den Krieg erklärt, sondern die Schwarzen durch die üble Nachreden so in Rage gebracht werden, dass sich Napoleon gezwungen sieht, als letztes Mittel die Kriegserklärung zu verlesen!"
Im "Schaumburger Wochenherold" habe ein so infamer Hetzartikel gegen die friedliebenden Eolendörper gestanden, das man nicht anders könne.
Der napoleonischen Geheimdienstes habe zudem ermittelt, dass Klaus Kessler, Dorfbäcker und "Grüner König", von seinem Trauzeugen, dem "Kanonenstopfer vom Taubenberg", nur deshalb eine Ballonfahrt geschenkt bekommen habe, damit er die Schützenfestvorbereitungen der Eolendörper aus der Luft ausspionieren kann: "Ein Novum in der Geschichte der Schützengilde; während sonst der Landweg, nur ganz selten der Wasserweg, zum spionieren genutzt wurde, ging es diesmal in die Luft", so Napoleon. Doch Petrus sei den "Schwarzen" gnädig gewesen und blies den Wind in die andere Richtung.
Und auch Michael Ehlers ging Napoleon an den Kragen. Er beschwerte sich über den Brief Ehlers, der dem "Schaumburger Wochenherold" zugespielt worden sei und in dem er den Eolendörpern Folter vorwirft und von einem "Schwarzen Ziegenbock" schreibt: "Eine Provokation für jeden friedliebenden Eolendörper", wie Bösing findet. Und daher rät Napoleon-Bösing König Klaus: "Pfeif Deine grünen Terrier zurück, sonst lassen wir am Schützenfestsonntag, 11. Juli, Napoleons Kampfbiber auf sie los!" Foto: ste