1. Foulspiel

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    Man mag vielleicht Freizeitchöre als auslaufendes Modell belächeln oder sie nur noch als ernstzunehmende Gruppe bei Volkstrauertag-Feierstunden oder kirchlichen Anlässen ansehen. Was aber den beiden singenden Gemeinschaften in Lauenau widerfahren ist, kann nun wirklich keine feine Art sein. Ein Dreivierteljahr bereits stand der Konzerttermin fest – mit gleichermaßen originellem wie gewagtem Hintergrund: ein Liederabend parallel zum ersten Tag der Fußballweltmeisterschaft. Das hätte schief gehen können, wenn das Publikum vielleicht gleich vor dem Fernseher sitzengeblieben wäre.

    Doch das Foulspiel kam aus den eigenen Reihen: Samtgemeinde und Ortsfeuerwehr setzten kurzfristig minutengenau zum ersten Takt die Einweihung ihres neuen Gerätehauses an. Dass Neugier, Zufriedenheit über die von vielen Aktiven geleistete Arbeit, letztendlich auch Blasmusik und Freibier die Massen dorthin lockten, ist nur verständlich und nachvollziehbar.

    So blieben die Sängerinnen und Sänger völlig unverschuldet auf der Strecke, obwohl sie sich ebenfalls vielen Mühen unterzogen hatten, um dem Publikum Bestes zu bieten. Nun standen sie vor weitgehend leeren Stuhlreihen. Dass sie nicht mit einer Absage resigniert das Handtuch geworfen haben, ehrt sie. Dass ihr Zorn aber noch lange nicht verraucht sein dürfte, muss einleuchten. So dürfen lokale Entscheider ganz einfach nicht miteinander umgehen. Ein hiesiger Schiedsrichter hätte eigentlich der Feuerwehr-Konkurrenzveranstaltung die Rote Karte zeigen müssen. Bernd Althammer

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