1. Forderung schon eine Drohung?

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    RINTELN (ste). Hochsensibel ging der Rat der Stadt Rinteln mit dem Antrag der WGS um, den Landkreis aufzufordern: "...den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des Kreiskrankenhauses Rinteln mit mit einer mit den Interessen der Rintelner Bürgerinnen und Bürger an einer gesicherten medizinischen Versorgung unvereinbaren vorzeitigen Schließung des Rintelner Kreiskrankenhauses zu drohen!"

    Da ging es um Nuancen in der Formulierung und für manche Ratsmitglieder war das Wort "drohen" im Text schon zu weit ausgeholt und sahen dies selbst als Drohung an: "Wir wollen so wenig wie möglich weiteres Porzellan zerstören", sagte Dieter Horn, der in Vertretung von Dr. Nolting die Sitzung führte. Das es solche Drohungen gegeben hatte, kritisierte Ursula Helmhold und sie konstatierte: "Der Standort des Kreiskrankenhauses in Rinteln muss bei gleichen Leistungen erhalten bleiben, bis der neue Standort in Vehlen fertig ist!" Und genau darauf konnten sich dann auch alle Fraktionen im Rat einigen. Wichtig, so Gerlinde Göldner-Dorka, sei es in der jetzigen Situation, das "...zarte Pflänzchen Verhandlungsbereitschaft" nicht sofort wieder zu zerstören. Und Ulrich Goebel (CDU) meinte ganz pragmatisch: "Es ist derzeit vielleicht sogar das Klügste, einfach mal den Mund zu halten!"

    Vor der Ratssitzung hatten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rintelner Krankenhauses zu einer Demonstration für den Erhalt des Rintelner Krankenhauses zusammengefunden. Sie durften allerdings ihre Transparente nur vor dem Rathaus zeigen, in der Ratssitzung sei es ihnen verboten worden. Foto: ste

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