RINTELN (ste). Die Ausstellung "ENDlich leben" der Fotografin Larissa Monke ist noch bis zum 25. Juni in der Rintelner Sparkassen-Hauptstelle in der Klosterstraße zu sehen. Eröffnet wurde sie von der Vorsitzenden des Hospizvereins, Christine Deppmeyer, zusammen mit Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, Superintendent Andreas Kühne-Glaser und dem Vorstand der Sparkasse als Hausherrn, Günther Klußmeyer. Larissa Monke zeigt in ihren Fotografieen, die im Rahmen ihrer frei wählbaren Diplomarbeit als Fotografin entstanden, Menschen auf ihrem letzten Weg.
Bis zu deren Tod begleitete Larissa Monke Gitta Arndt im Hospiz "Haus Zuversicht" Bielefeld und fängt dabei Emotionen mit ihrer Kamera ein, die einzigartig sind. Angst, Hilflosigkeit, Freude an schönen Dingen, die Gitta Arndt noch erleben darf, und vieles mehr wird überdeutlich. Die Farblosigkeit der schwarz-weiß Fotos ist ausdrücklich gewollt: "Die Farbe lenkt vom Wesentlichen der Fotos und der einzufangenden Augenblicke ab", so Larissa Monke.
Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz zeigte sich bewegt von der Sensibilität, mit der Larissa Monke die bewegenden letzten Momente im Leben der "Grand Dame" einfing. "Wenn man sich einem solchen Tabu-Thema wie dem Tod fotografisch widmet, bedarf es schon einem ausgeprägten Fingerspitzengefühl!" Das zeigt Larissa Monke in ihren Fotos, die schon in zwölf weiteren Städten zu sehen waren.
Superintendent Andreas Kühne-Glaser hob den Ort der Ausstellung hervor, denn "...Menschen hängen am Geld ebenso fest wie am Leben". Die wunderbare Doppeldeutigkeit des Ausstellungsnamens "ENDlich leben" trage dazu bei, sich dem Thema zu öffnen. In der christlichen Tradition sei der Tod nicht das Ende, sondern das Ziel des Lebens.
Für Larissa Monke selbst hat die Arbeit im Hospiz jetzt schon einen "Mehrwert": "Seit ich im Hospiz arbeiten durfte, lebe ich zufriedener und dankbarer!"
Für Günther Klußmeyer hat die Hospizarbeit in den kommenden Jahren eine zunehmende Bedeutung. Kleinere Familien werden immer weiter räumlich auseinandergezogen. So steht am Ende häufig der Mensch allein vor dem Tod und da kann die Hospizarbeit vielen eine große Unterstützung geben. Auch wirtschaftlich sollte man sich rechtzeitig mit dem Ende befassen und eine Patientenverfügung fertigen und Erbfragen klären.Foto: ste