1. Einzelportraits und Landschaften

    Werkschau mit großformatiger Malerei und Glaskunst

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    VEHLEN (mk). Die Werkschau in Gudrun-Sophie Frommhages ‚Atelier Minnas Haus‘ in Vehlen-Obernkirchen, die wie jedes Jahr im Sommer stattfindet, ist schon ein fester Standort für Malerei und Skulptur in Schaumburg geworden. Gudrun-Sophie Frommhage und Antje Langner betiteln ihre diesjährige Schau am 12. Juni von 14 bis 20 Uhr und am 13. Juni von 11 bis 18 Uhr mit schaumburg connection. "Mit dem Begriff ‚connection‘, der gleich mehrere Bedeutungen wie ‚Verbindung‘, ‚Beziehung‘, und ‚Schaltung‘ hat, wird nicht nur die Idee deutlich, bei jeder Werkschau andere Künstler zu beteiligen, sondern die gemeinsam ausgestellten Werke zu ‚verschalten‘, im Sinne eines Gesamtkunstwerkes. Das Ambiente von Minnas Haus, ein unter Denkmalschutz stehendes altes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1803, bietet sich für diese Art von Inszenierungen geradezu an. So beteiligt sich dieses Jahr an der Werkschau der Glaskünstler Frieder Korff aus Mittelbrink. Er präsentiert Skulpturen und Objekte, bestehend aus Draht und Glas im Garten vor Minnas Haus: Das Licht- und Schattenspiel bringt demnach seinen eineinhalb Meter großen Draht-Kegel, der gekrönt ist mit einer Glaskugel und in dem kleine bunte Scherben beweglich aufgehängt sind, voll zur Geltung.

    Frommhage und Langner zeigen in diesem Jahr vorwiegend großformatige Malerei. Frommhages Figuren, meist weiblich, sind keine Models, sondern Frauen, die aus dem Leben gegriffen sind auf den Betrachter teils skeptisch, teils verschroben wirken.

    Die Thematik ihrer Bilder hat sich vom Einzelportrait zur Darstellung von intensiv miteinander agierenden Personengruppen hin entwickelt. Wortspielerische Werktitel wie "Vom Himmel tief" verweisen wiederum auf die Lebensnähe von Frommhages Figuren, deren Zwiespältigkeit sich immer wieder in der Thematik von Himmel und Hölle, Gut und Böse zuspitzt und ihr gesamtes künstlerisches Werk durchzieht. Das Thema ‚Landschaft‘ ist in Antje Langners Acrybildern als Urlebensraum des Menschen zu begreifen. Es taucht somit in Form erinnerter Landschaftsarchetypen auf, als "Welle", "Waldlichtung oder "Mondmeer". Bildgegenstand ist die reine Landschaft, der Mensch selbst taucht nicht auf. Die Malerin legt die Verbindung beider in den Vorgang der Bildbetrachtung selbst und konzentriert ihre Bildmittel auf das intensive Bilderlebnis: Altmeisterlich anmutende Lasurschichten und Untermalungen lassen eine ausgeprägte Räumlichkeit und ein flirrendes Lichtspiel entstehen, Farbnoppen auf der Bildoberfläche sorgen dafür, dass die Motive sich permanent mit dem realen Lichteinfall ändern. Der Betrachter wird somit in die Landschaft hineingezogen. Weiter Informationen unter www.gudrunfrommhage.de.

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