1. Das Sorgenkind im Kreis

    Frauenfußball blickt Schrumpfung entgegen

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    LANDKREIS (pm). Hilflos musste der TSV Krankenhagen am vergangenen Wochenende mit ansehen, wie SG Lauenhagen/Pollhagen-Nordsehl die Frauenfußball-Kreismeisterschaft zufiel. Das Spiel gegen die SG Nordschaumburg fiel aus, weil die Elf aus Bad Nenndorf keine Mannschaft zusammenbekam. Dabei hatte der neue Meister selbst nur zehn Spielerinnen zur Verfügung. Das abschließende Spiel der Saison zwischen der SG Nordschaumburg und dem TSV Krankenhagen (Sonntag 11 Uhr) hat damit nur noch statistischen Wert.Keine Frage: Die SG ist nach einer überragenden Hinrunde verdient Meister geworden, sie konnte es sich in der Rückserie sogar leisten, aus unter anderem personellen Gründen zu schwächeln. Die Art und Weise, wie die Entscheidung gefallen ist, deutet aber an, dass die Zukunft der Kreisliga Sorgen bereitet. Bisher keine Neumeldungen in Sicht. Mit der SG Nordschaumburg geht ein Team verloren. Sie geht in die Region. Der Meister aus Lauenhagen oder Vizemeister TSV Krankenhagen steigen auf. In Algesdorf versucht man derweil die extremen personellen Nöte mit der Erweiterung der Spielgemeinschaft mit dem SV Lauenau auf den MTV Rehren aufzufangen. Ob es klappt? In weiteren Teams sollen ebenfalls die Alarmsirenen schrillen. Im schlimmsten Fall droht eine Vierer-Kreisliga – eine wenig attraktive Vorstellung. Während im Umland der Frauenfußball boomt, schwächelt er Zuhause. Für das wachsende Interesse im Zusammenhang mit der Frauen-WM 2011 sind Fußballkreis und die Vereine deshalb gefordert, sich besser aufzustellen sowie Angebot und Förderung von Frauenfußballmannschaften zu verbessern.

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