1. "Wiederauferstehung" des Fürsten Ernst mit Gerichtstag und historischem Markt

    Am 21. August kommt der Fürst nach Rinteln / Planer hoffen auf originelle Ideen zum besonderen Fest

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    RINTELN (km). Die Schaumburg wird in diesem Jahr 900 Jahre alt. Aus dem Anlass ist ein außergewöhnliches Ereignis geplant: Die "Wiederauferstehung" des Fürsten Ernst. Der soll Mitte des Jahres zehn Tage lang kreuz und quer durch das Schaumburger Land ziehen und "Gericht halten" - am 21. August auch in Rinteln. Die genauen Pläne sind inzwischen konkreter geworden.

    Um den Besuch gebührend vorzubereiten, hat die Planungsgruppe kürzlich zum dritten Mal getagt. Diesmal war auch der für die Rintelner Aktionen zuständige Martin Zepter vom Theaterhaus Hildesheim dabei. Der Theaterpädagoge hat sich dabei die Planungen erläutern lassen und erste Tipps zur Ausgestaltung gegeben. Für die heimischen Organisatoren gehe es jetzt an die Konkretisierung, wie Manfred König, der stellvertretenden Vorsitzende des Heimatbundes, erläuterte.

    Die Planung sieht vor, dass der "Fürst" gegen 16 Uhr in Rinteln eintrifft. Er soll im Bereich der Weserbrücke/Eingang Fußgängerzone begrüßt und zum Marktplatz geleitet werden. Dort findet der "Gerichtstag" statt (unter anderem soll über Bodenabbau in Rinteln verhandelt werden). Anschließend wird der ehemalige Landesherr durch die Klosterstraße zum Gelände der von ihm nach Rinteln verlegten Universität komplimentiert werden (dazu haben sich die Rintelner Stadtführer angeboten).

    Und schließlich geht es weiter zum "Historischen Markt", der an dem Wochenende vor der Eulenburg stattfinden wird. "Vielleicht," so Manfred König, "können hier die Begleiter des Fürsten ihre Waffen nachschärfen lassen." Nach einem kurzen Bummel über den Markt wird der Fürst dann wieder in seine Kutsche steigen, um zur Abschluss-Veranstaltung des Tages zur Schaumburg zu fahren.

    Für die Ausstaffierung der "Gerichtsverhandlung" reist eigens ein fürstliches Vorauskommando von Ort zu Ort, um Baldachine, eine Bühne, Fahnen und weiteren Zierrat bereitzustellen. "Die Bewohner vor Ort sind aufgefordert," so die heimische Planungsgruppe, "ihrem Fürsten einen herzlichen Empfang zu bereiten." -

    Beim Thema "Ausstaffierung" kommt auch die City-Offensive "Ab in die Mitte" ins Spiel, bei der sich die Städte Bückeburg, Obernkirchen, Rinteln und Stadthagen erfolgreich gemeinsam beworben haben. Deren Konzept beinhaltet unter anderem Stadtputz-Aktionen, mit denen die Gastgeber ihre Stadt für den Fürstenbesuch vorbereiten wollen. Auch ein "Städtebund" dieser vier Kommunen ist in Vorbereitung.

    Am 25. August kommt Fürst Ernst dann auf dem Weg von Möllenbeck nach Bückeburg noch einmal durch Rinteln. Dann soll er beim Alten Zollhaus verabschiedet werden. Am Abend zuvor, am 24. August, ist im Möllenbecker Klosterhof eins Programm vorgesehen - ein "spannender Termin, den man sich vormerken sollte," verspricht Manfred König.

    Um das Programm in Rinteln richtig "rund" zu machen, werden jetzt noch weitere Ideen gesucht - ebenso wie Gruppen oder Vereine, die sich einbringen wollen, zum Beispiel für die Begrüßung des Fürsten und sein Geleit zum Marktplatz, für das Rahmenprogramm auf dem Marktplatz oder für die Verabschiedung am 25. Wer sich angesprochen fühlt, sollte sich möglichst bald bei "manfredkoenig.rinteln@t-online.de" melden. Foto: km

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