BAD NENNDORF (rp). Modellieren, konstruieren, programmieren. Die Schüler des siebten Jahrgangs am Gymnasium Bad Nenndorf sind schon lange kleine Experten auf diesem Gebiet. Und damit das auch bald jeder weiß, hat die Stiftung NiedersachsenMetall der Schule den Titel "Roboter-Labor” im Netzwerk verliehen.
Am Gymnasium Bad Nenndorf setzt sich Schulleiterin Irmgard Gratza-Lüthen seit vielen Jahren für die Förderung von Naturwissenschaften ein. "Um die naturwissenschaftliche und technische Allgemeinbildung in der Schule zu fördern und die Schüler gut auf eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich vorzubereiten, möchten wir nun auch in die Robotik einsteigen”, sagt Gratza-Lüthen. Den Startschuss zur Umsetzung gab allerdings Casten Stöver, Fachbereichsleiter Informatik am Gymnasium Bad Nenndorf, der im Juni mit seinen Schülern am Wettbewerb "Field-Robot-Event 2010”, teilnimmt. "Mit den Robotern lassen sich die Fächer Mathematik, Physik und Informatik hervorragend verbinden”, sagt der Pädagoge und die Kinder hätten sichtlich Spaß, ihre Kreativität auszuleben. Mittlerweile haben die insgesamt 32 Schüler der 7c, einer Klasse mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt, einen vollständigen Klassensatz Roboter entworfen. Diese müssen beim Wettbewerb unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Kein Problem für die Schüler, sind sie doch mit Ehrgeiz und Engagement bei der Sache. In den vergangenen Jahren hat die Stiftung NiedersachsenMetall bereits zahlreiche Schulen mit Robotersystemen ausgestattet, die bereits erfolgreich eingesetzt werden. Diese Schulen werden sich künftig in dem Netzwerk der "Roboter-Labore” zusammenfinden und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bekommen. Lehrkräfte des Netzwerkes können dabei an regelmäßigen Fortbildungen teilnehmen und sich mit Experten aus Hochschulen und der Wirtschaft austauschen. Besonders leistungsfähige Schüler werden zusätzlich gefördert.
Im Netzwerk der Roboter-Labore sollen die unterschiedlichen Herangehensweisen den Technik- und Informatikunterricht gefördert werden. So können die Schulen wertvolle Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Diese Ansicht vertritt auch Elke Peters, Projektkoordinatorin der Stiftung NiedersachsenMetall. "Das Nenndorfer Gymnasium ist die 17. Schule in unserem Netzwerk”, sagte sie, und ein weiterer Ausbau sei geplant. Foto: rp