1. Zum "Schaumburger Friede" Nesselfest auf der Burg

    Bei Birgit Brinkmann gehört die Nessel in die Küche

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    DECKBERGEN (tt). Noch vor einigen Jahren "kämpfte" Birgit Brinkmann gegen den Wildwuchs in ihrem Garten und riss alle Nesseln heraus. Vergeblich, wie sich bald herausstellte, denn die Pflanze vermehrte sich noch. Inzwischen hat sich die Dipl. Sozialwissenschaftlerin mit ihr arrangiert, mehr noch, die Nesseln haben ihr Leben beeinflusst und gehören in ihre Küche. Sie macht köstliche Salate, Brotaufstriche und belegt Pizzen mit der Taub-, Gold-, oder Brennnessel. "Sie haben einen hohen Mineralstoffgehalt, Eisen, Kalzium und Vitamine. Zum Beispiel mehr als Spinat und andere uns bekannten Pflanzen", so Birgit Brinkmann, aus der es geradezu "heraussprudelt", was man alles aus Nesseln machen kann. Ihre Erfahrungen und Ideen bringt sie deshalb auch in die Arbeitsgruppe ein, die mit den Vorbereitungen beschäftigt ist, wenn zum "Schaumburger Friede" im August Fürst Ernst auch die Schaumburg besuchen wird, die auf dem "Nesselberg" thront. "Zu Zeiten der Burgherren haben die Menschen mit Nesseln gelebt", so Birgit Brinkmann weiter, die zahllose Beispiele aufführen kann, was aus Nesseln hergestellt oder gemacht wurde. Es gab Seile aus Nesseln, Kleidung, sie galt als Heilpflanze, diente zur Käse- und Bierherstellung und sorgte für Farbstoffe. "Alles Dinge, die noch heute benötigt werden". Darum schwebt der Naturfreundin auch vor, dass sich zum Fest auf der Burg Menschen finden, die sich ebenfalls mit der Nessel identifizieren und rund um die Kräuterpflanze regionale Produkte anbieten. Die Gastronomie an und in der Burg hat sie schon animieren können, Gerichte mit Nesseln anzubieten. Wer zum Thema: Gestern-Heute-Morgen, Ideen beitragen kann, vielleicht Nesselkleidung hat oder andere Utensilien, sollte sich mit Birgit Brinkmann unter Telefon: 05152/4606 oder bbrink09@web.de in Verbindung setzen. "Die Nessel liebt nahrhaften Boden, ist sonst aber genügsam und kann bis zu 15 Jahre am selben Standort wachsen", so Birgit Brinkmann, die sich wünschen würde, dass interessierte Landwirte oder Unternehmen aus der Region daraus eine Schaumburger Spezialität entwickeln. Es könnte auch ein weiteres Markenzeichen für den Naturpark Weserbergland werden. Foto: tt

    Birgit Brinkmann lebt mit ihren Nesseln im Garten.

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