1. Künftg kostet das Katerfrühstück

    Sparmaßnahmen beim Rodenberger Bürgerschützenfest / Wertmarken

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    RODENBERG (pd). Es ist zwar noch etwas hin bis zum Bürgerschützenfest 2010 am zweiten Juliwochenende, doch die Verantwortlichen sitzen längst schon in Komiteesitzungen zusammen, um Programm und andere Eckpunkte festzuzurren. Vor allem am Schützenfest-Montag müssen sich die Besucher auf einige Änderungen einstellen. Das Katerfrühstück ist ab diesem Jahr nicht mehr kostenlos. Nur die Jungschützen kommen in den Genuss der freien Verzehrgutscheine.

    Komiteeälteste Rolf Tegtmeier sagte, es habe sich viel gewandelt und das Komitee werde sich auf die geänderten Geflogenheiten einstellen. So würden sich immer mehr Gruppen am Montagmorgen bereits gegen sieben Uhr in gemütlichen Runden treffen und Frühstücken. Der Appetit auf das früher so beliebte Katerfrühstück im Zelt sei im Laufe der Jahre immer kleiner geworden. Darauf wolle man jetzt reagieren, so auch Hauptamtsleiter Günther Wehrhahn. 250 bis 280 Karten seien immer unter die Leute gebracht worden. Weil oftmals der Hunger fehle und weil die Bürgerschützen auch immer mehr nur ganz spezielle Dinge wie Mett oder Schnittwurst gegessen haben, habe ein Umdenken stattgefunden- auch in Gesprächen mit dem Festwirt. Alle, die jetzt am Katerfrühstück teilnehmen wollen, müssen einen eigenen Beitrag leisten. Erstmals werden in diesem Jahr Wertmarken für das Katerfrühstück im Foyer des Ratshauses verkauft - bis einen Tag vorm Schützenfest. Vier Euro kostet eine Wertmarke. Die Stadt zahlt nach wie vor einen Anteil von drei Euro. Das Angebot auf dem Frühstücksteller soll zum einen auf den veränderten Geschmack der Gäste abgestimmt werden. "Daher kostet das Frühstück dann auch nicht mehr 7,50 sondern nur sieben Euro", führt Wehrhahn weiter aus.

    Eine Änderung gibt es auch beim "Festessen mit Damen" am Montagmittag. Gab es bislang für die Ehrengäste immer jeweils einen Gutschein für eine Flasche Wein, wird dieses ganz abgeschafft. "Viele unserer Gäste kehren nach dem offiziellen Teil des Bürgerschützenfestes wieder an ihre Arbeit zurück oder haben das Auto dabei. Da wird dann auch auf die Flasche Wein verzichtet", so Tegtmeier. Also gehen mit den Einladung jetzt keine Weingutscheine mehr an die Ehrengäste heraus. Ein Grund für die Veränderungen war der Wille zum Sparen. Da seien sich Stadtdirektor und Bürgermeister einig gewesen. Obwohl das Kinderfest und der Heimatnachmittag zu einem großen Teil von Spendengeldern getragen werden, kommen noch viele Kosten auf die Stadt zu, die das beliebte Heimatfest mit einem Budget von 18 000 Euro finanziert. Es soll aber nicht nur gespart werden, es gibt auch Veränderungen. Erstmals sollen in einem an das große Festzelt angedockten Pagodenzelt Cocktails und Sekt angeboten werden.

    "Es gab eine große Nachfrage danach und dem tragen wir damit Rechnung", sagt Tegtmeier.

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