1. Hohe Prämien für Hebammen gleichen einem Berufsverbot

    Helmhold kritisiert Anhebung von über 50 Prozent

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    LANDKREIS (km). Die stellvertretende Vorsitzende der Landtagsgrünen und heimische Abgeordnete Ursula Helmhold sieht durch die drastische Anhebung der Haftpflichtprämien für Hebammen die flächendeckende und wohnortnahe Versorgung Schwangerer in Niedersachsen in Gefahr. Es sei zu befürchten, heißt es in einer Stellungnahme, dass sich immer mehr Geburtshelferinnen zurückziehen und der Beruf der Hebamme wirtschaftlich "völlig unattraktiv" werde. Ursula Helmhold wörtlich: "Damit wird faktisch das Recht der Frauen auf eine freie Wahl des Geburtsorts beschnitten, denn Hausgeburten oder Beleggeburten in einer Klinik oder einem Geburtshaus werden angesichts solcher Rahmenbedingungen kaum noch möglich sein." Für die Hebammen käme die Erhöhung der vorgeschriebenen Haftpflicht um mehr als 50 Prozent einem Berufsverbot gleich. Mit einer kleinen Anfrage möchte die Grünen-Politikerin jetzt klären, wie die Landesregierung auch nach dem ersten Juli sicherstellen wolle, dass sich die Situation sowohl für die Schwangeren als auch für die sie betreuenden Hebammen nicht verschlechtere. Ursula Helmhold wirbt dafür, die vom Deutschen Hebammenverband e.V. initiierte Online-Petition zur Verbesserung der Situation der Hebammen zu unterzeichnen.

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