TODENMANN (ste). Sie sind klein, haben manchesmal noch Zahnlücken, besuchen in der Regel die Grundschule und sind dennoch die Hoffnungsträger der Feuerwehr Todenmann, die mit der Gründung ihrer "Todenmanner Kirschenbande" den Grundstein für den Fortbestand und die Zukunftsfähigkeit der Wehr gelegt hat. Klingt im ersten Moment merkwürdig; ist es aber nicht. "Wer heute nicht mit Nachwuchsorganisationen schon vom kleinsten Kinderalter an dafür sorgt, dass immer genug Kinder Freude am Feuerwehrdienst haben, gefährdet den Personalstand in den kommenden Jahren", weiß Ortsbrandmeister Rolf Marchlewski. Denn "Seiteneinsteiger", heißt Erwachsene, die in die Feuerwehr eintreten, gibt es so gut wie nicht mehr. Also muss die Wehr selbst für Nachwuchs sorgen und damit die Sportvereine nicht alle Kinder schon im Alter von sechs Jahren abgreifen und am Ende keine Zeit mehr für die Feuerwehr bleibt, setzen immer mehr Wehren im Kreis auf Kinderfeuerwehren, die den Nachwuchs für die Jugendwehren sichern sollen. Denn fast ausschließlich die Jugendwehren sind es, die ihrerseits den Nachwuchs für die Aktivengruppen liefern. Und so schließt sich der Kreis und die "Todenmanner Kirschenbande" sichert die Zukunft der Ortswehr Todenmann. Mit ihren Betreuern Yvonne Marchlewski, Melanie Stille und Pierre Köller hat die "Bande" außerdem ein fachkundiges und engagiertes Führungsteam gewinnen können. An einem "Tag der offenen Tür" der Ortswehr Todenmann wurde die Kirschenbande jetzt offiziell gegründet. Mit dabei auch die Fachbereichsleiterin für Kinderfeuerwehren im Landkreis, Silke Weibelt, sowie Kreis-Jugendfeuerwehrleiter Frank Lohmann. Mit Hilfe von Sponsoren präsentierten sich die kleinen Hauptdarsteller des Tages übrigens im einheitlichen Outfit und einen Schulungsraum haben sie in der Lesestube der Schule auch schon gefunden. Marchlewski freute sich, dass nach Startschwierigkeiten mit Kinderfeuerwehren vor einigen Jahren jetzt die rechtlichen und versicherungstechnischen Voraussetzungen geschaffen wurden, die die Gründung einer solchen Gruppe auf sichere Beine stellt.
Elf Kinder fanden sich in kurzer Zeit für die neue "Kirchenbande" zusammen und wer Lust zum Mitmachen hat, kann sich natürlich jederzeit bei der Feuerwehr im Dorf melden.
Grüße von der Stadt Rinteln überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Karl Lange, der auf die Notwendigkeit von Kinderorganisationen als Nachwuchsgewinnung der Feuerwehren hinwies und der den Betreuern immer ein glückliches Händchen mit der "Rasselbande" wünschte.
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