SAMTGEMEINDE LINDHORST Gegen eine Erhöhung der Eintrittspreise für Kinder und Jugendliche beim Besuch des Lindhorster Freibads haben sich alle Fraktionen im Rat der Samtgemeinde Lindhorst ausgesprochen. Hier bleiben die Preise so, wie sie seit mittlerweile fast zehn Jahren sind. Der Antrag von Cerstin Bayer (SPD), gar keine Anhebung der Eintrittspreise vorzunehmen, auch nicht für Erwachsene, fand nur bei vier Ratsmitgliedern Gehör. 16 stimmten dagegen, drei enthielten sich der Stimme.
Mit der klaren Mehrheit von jeweils 18 Ja-Stimmen bei drei Neinstimmen und zwei Enthaltungen votierten die Kommunalpolitiker dagegen für die Anhebung der Preise bei den Erwachsenen. In der kommenden Saison wird der Preis der Einzelkarte von 2 auf 2,50 Euro, der der Zehnerkarte von 18 auf 22,50 Euro und der Preis der Saisonkarte für eine Einzelperson von 40 auf 55 Euro steigen.
Die Familienkarte kostet statt 80 Euro demnächst 95 Euro. Die ermäßigten Preise erhöhen sich bei der Einzelkarte von 1 auf 1,30 Euro, bei der Zehnerkarte von 9 auf 12 Euro und bei der Saisonkarte von 18 auf 20 Euro. Erstmals wird es auf Anregung von Günter Kasulke (Die Grünen) eine Saisonkarte - Familie für die Bezieher von Arbeitslosengeld II und Wohngeldempfänger geben. Diese kostet 60 Euro. 20 Ratsmitglieder stimmten hier mit Ja, drei enthielten sich der Stimme.
Vor der Abstimmung hatte es eine angeregte Diskussion am Ratstisch quer durch die Fraktionen über Sinn und Unsinn von Eintrittserhöhungen im Freibad gegeben. Die Gesprächsbeiträge erstreckten sich von "betriebswirtschaftlich denken" über Feststellungen wie "Erziehungsauftrag der öffentlichen Hand", "falsches Signal" bis hin zu "Es trifft die Ärmsten der Armen" und "Ich vermisse die soziale Komponente".
Was der Rat dann letztlich beschloss, war ein am Ratstisch ausgehandelter Kompromiss.