1. Auch der "innere Arzt" kann sehr hilfreich sein

    Dr. Ludmilla Huber beim Landfrauen-Frühstück

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    RINTELN (km). Für sein traditionelles "Frauenfrühstück" hatte der Landfrauenverein Rinteln-Hessisch jetzt eine Referentin mit einem interessanten, "ganzheitlichen" Thema zu Gast: In der Todenmanner "Linde" berichtete Dr. Ludmilla Huber, Heilpraktikerin aus Bad Gandersheim, über neue Sichtweisen in der heutigen Medizin.

    In der modernen Medizin habe sich einiges verändert, stellte die Referentin eingangs fest: Die Ärzte hätten in ihren Spezialgebieten "Fortschritte gemacht, über die wir nur staunen können, die ein Segen sind." In der Vergangenheit seien zu oft die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele vernachlässigt worden.

    Die Hausärzte im ländlichen Raum hätten die Patienten unterdessen auch in ihrem Umfeld wahrgenommen, in ihrer Familie, ihrer beruflichen und finanziellen Situation, in ihrer Wohnung und in ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Nach einem Hausbesuch wüssten oder ahnten sie zumindest, was einem Mann "auf den Magen geschlagen" sei. Die starken Nackenschmerzen einer Frau mögen damit zutun haben, dass sie zuviel "am Hals" habe. Aber auch bei den Patienten habe sich die Einstellung verändert. "Viele gehen heute zum Arzt mit der lapidaren Haltung: "Da ist etwas nicht in Ordnung, ich möchte, dass es schnell wieder repariert wird," stellte Dr. Ludmilla Huber fest.Die Referentin empfahl indessen, öfter auf die innere Stimme zu hören, auf den "inneren Arzt". Lebensumstände und Denkgewohnheiten könnten "zufrieden sein lassen, sie können aber auch überfordern und krank machen". Ebenso könnten Beziehungen wohl tun oder voller Konflikte stecken, die sich dann im Körper manifestierten. Angst, Trauer, Eifersucht oder Aggressionen etwa möchten auf keinen Fall verdrängt, sondern angenommen und verarbeitet werden. -Die Landfrauen pflichteten der Heilpraktikerin bei und berichteten auch von eigenen Erfahrungen. "Die Angst sitzt mir im Nacken", "ich hab die Nase voll", "da läuft mir die Galle über", "das nimmt die Luft zum Atmen", "ich schlucke immer alles runter", und die schlimme Erkältung kommt immer dann, wenn man absolut keine Zeit dafür hat, wenn man unter Druck steht und das Immunsystem angeschlagen ist, so lauteten einige Beispiele.Der Körper gebe Signale, interpretierte Dr. Ludmilla Huber, und zeige Symptome - aber die Ursache für viele Beschwerden lägen oft auf einer ganz anderen Ebene. Bisweilen sei es dann indiziert, sich ehrlich zu fragen: Wie behandle ich mich selbst, und wie lasse ich mich behandeln? Am Ende bedankte sich Vorstandsmitglied Gisa Radler bei der Referentin, dass sie die Landfrauen "für ein großes Thema sensibilisiert" habe: "Ein Thema, bei dem es keine allgemeingültigen Antworten gibt, bei dem jede ihren eigenen Weg suchen und finden muss." Foto: km

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