LAUENAU (pd). Die Mitglieder der eigens für das Thema gebildeten Arbeitsgruppe an der Albert-Schweitzer-Schule in Lauenau zeigten sich zufrieden. Einmütigkeit herrschte bei den Mitgliedern des Ausschusses für Planungs-, Bau- und Umweltangelegenheiten der Samtgemeinde Rodenberg darüber, dass mit den Umbauarbeiten zügig begonnen werden solle. Der mit den Planungen beauftragte Architekt gab im Fachausschuss ausführliche Erklärungen über die wesentlichen Eckpunkte der Sanierung, die hauptsächlich vor dem Hintergrund eines energetischen Konzeptes durchgeführt werden soll. Nach einer ausführlichen Diskussion gab der Ausschuss die Empfehlung an den Samtgemeindeausschuss, zunächst die Fenster auszuwechseln. Die Fraktionen und der Bauausschuss werden sich weiter mit dem Thema befassen.
Nachdem sich der Schulausschuss bereits mit der Thematik befasst hat, war jetzt der nächste Fachausschuss am Zuge. Um sich ein Bild von den Maßnahmen machen zu können, hatte die Verwaltung den Stadtplaner und Architekten Wolfgang Hein eingeladen, der auch schon erste Pläne von der Umgestaltung der Fassaden und der Neugestaltung der Fensterfronten vorzeigen konnte. In einem kurzen Vorwort empfahl Verwaltungschef Uwe Heilmann, zunächst die zur Verfügung stehenden Mittel zu verbauen und im Haushalt 2011 weitere Gelder für die Schulsanierung zur Verfügung zu stellen. Nach den großen Ferien, so Heilmann, soll mit den Arbeiten begonnen werden. Die Finanzierung soll wie die Arbeiten selbst über zwei Jahre gestreckt werden. Der Architekt aus Obernkirchen erklärte, das zuerst die Ostseite der Schule angegangen werden solle. Die mit PVC belegte Fassadenfront sei mit den Jahren spröde geworden. Bei einem kurzen Rundgang konnten sich die Ausschussmitglieder davon überzeugen, dass die Fassade mit zahlreichen Löchern versehen ist. Zwischen 200 000 und 300 000 Euro werde allein eine Sanierung dieser Fläche kosten. Vorrangig müssten die Fenster ausgewechselt werden. Die neuen Fenster in Leichtmetallbauweise für das Erdgeschoss sollen größere Glasflächen als jetzt aufweisen, damit die Kleinen auch gut nach draußen schauen können. Auch die Türen sollen mit Glaselementen versehen werden.
Farbe soll natürlich auch ins Spiel kommen, so wie es das von der Arbeitsgruppe entwickelte Schulkonzept vorsieht. Nicht einfach nur "Bunt", sondern so, wie es an Wänden, Decken und Fluren eine sinnvolle Kombination bildet. Nur Lob hatte der Fachmann für das von Eltern und Lehrern entwickelte Konzept übrig. So etwas hätte er bislang noch an keiner Schule vorgefunden und für ihn würde diese Ausarbeitung eine gute Grundlage für die Gestaltung bilden. "Ich kann damit gut leben", bewertete der Experte das Konzept der Arbeitsgruppe.
Das Auswechseln der Fenster allein mache keinen Sinn, so Hein weiter. Durch unzureichenden Wärmeaustausch könnte es zu einer Schimmelbildung kommen. Durch bunte Deckenelemente könnte die Akustik verbessert werden.
119 000 Euro stehen nach Auskunft des Samtgemeindebürgermeisters für den Austausch der Fenster zur Verfügung. Die nächsten Schritte müssen in dem zur Verfügung stehenden Finanzrahmen erfolgen. "Über das weitere Vorgehen muss die Politik dann entscheiden", erklärte Heilmann. In die Überlegungen mit einbezogen werden müsse auch, dass ein Austausch der Heizung einfach "folgerichtig" sei. Die Steuerung funktioniere nicht mehr einwandfrei. Das Dach der Schule müsse ebenfalls in die Sanierungspläne mit einbezogen werden. Die weitere Detailplanung soll jetzt in einem kleinen Kreis, bestehend aus Arbeitskreis, Verwaltung und Architekt, abgesprochen werden.